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Sicherheitshinweis für die Wirtschaft

Bundesamt für Verfassungsschutz informiert | Betreff: Krieg in der Ukraine

Im Zuge des Krieges in der Ukraine ist neben den militärischen Auseinandersetzungen auf ukrainischem Staatsgebiet auch im Cyberraum eine zunehmende Eskalation zu verzeichnen. Es besteht ein erhöhtes Risiko von Cyberangriffen gegen deutsche Stellen – insbesondere in Reaktion auf die jüngsten Sanktionen und militärischen Unterstützungszusagen.

Der Sicherheitshinweis für die Wirtschaft des Bundesamtes für Verfassungsschutz bietet einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse, die für die Sicherheit deutscher Unternehmen relevant sein können.
Zudem bietet er konkrete Handlungsempfehlungen, damit Unternehmen ihr Schutzniveau vorausschauend an die aktuelle Lage anpassen können.

Handlungsempfehlungen
Da die Wiper-Malware nur kurze Zeit benötigt, um ein System zu zerstören, ist Prävention besonders wichtig:

  • Weil der Angreifer für das Platzieren und die Ausführung der Malware eine Zugriffsmöglichkeit auf das System besitzen muss, ist es dringend empfehlenswert, mögliche Angriffsvektoren zu minimieren. Es ist sorgfältig zu überlegen, welche Vorgänge und Systeme aktuell für die Gewährleistung der Funktionalitäten eines Unternehmens unbedingt erforderlich sind.
  • Backups müssen in regelmäßigen Abständen angefertigt und anschließend von den betroffenen Systemen getrennt aufbewahrt werden.
  • Bekannte Sicherheitslücken müssen durch das Einspielen vorhandener Update-Patches geschlossen werden und sind somit als Angriffsvektor verschlossen.
  • Intrusion Detection Management Systeme (IDMS) sollten in der Lage sein, die Malware zu erkennen und zu blockieren. Dafür muss aber dem IDMS die Berechtigung gegeben werden, das Starten und Ausführen entsprechender Prozesse nicht nur zu protokollieren, sondern diese auch sofort zu stoppen und Dateien in Quarantäne verschieben zu können.
  • Unbekannte oder nicht mehr verwendete Nutzer müssen entfernt und Berechtigungen für Nutzer auf ein Minimum reduziert werden.
  • Zum Schutz vor (Credential-)Phishing-Angriffen müssen Konten nach Möglichkeit mit Multi-Faktor-Authentifizierung geschützt werden.
  • Misstrauen Sie allen E-Mails, die Sie zu dringenden Handlungen auffordern. Geben Sie niemals Ihre Passwörter an und klicken Sie niemals auf Links oder Anhänge verdächtiger E-Mails. Dies gilt auch für E-Mails von Familie, Freunden oder dem Arbeitgeber. Deren E-Mail-Konten könnten ebenfalls gehackt worden sein.
  • Die aktuelle Bedrohungslage muss den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bekannt gemacht werden, um ein Gefährdungsbewusstsein zu schaffen.
  • Etablierung und Bekanntmachung von Meldeprozessen bei Auffälligkeiten und Sicherheitsvorfällen innerhalb des Unternehmens sowie der Ansprechbarkeiten von Behörden.

>> Hier der vollständige Sicherheitshinweis für die Wirtschaft | 01/2022 | 04.03.2022

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