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Afrikanische Schweinepest näher an Landkreisgrenze gerückt

Erhöhte Gefahr für Seucheneintrag | Landkreis erlässt Allgemeinverfügung | Landrat appelliert an Mitwirkung aller Bürgerinnen & Bürger | Biosicherheits- und Hygieneregeln durch Schweinehalter oberstes Gebot | Speiseabfälle nicht unkontrolliert entsorgen

Altmarkkreis Salzwedel, 02.12./26.11.2021: Im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde am 24.11.2021 in der Nähe der A 24, ca. 45 km von Wittenberge der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest beim Schwarzwild nachgewiesen. Dieser Ausbruchsort befindet sich nur noch ca. 80 km Luftlinie von der Kreisgrenze des Altmarkkreises Salzwedel entfernt. Somit wächst die Gefahr eines Seucheneintrags in das hiesige Kreisgebiet.
Um die Wahrscheinlichkeit der Früherkennung eines möglichen Seucheneintrags zu erhöhen, verpflichtet der Altmarkkreis Salzwedel die hiesige Jägerschaft per Allgemeinverfügung , Schweißproben sämtlicher erlegter Stücke Schwarzwild zu entnehmen um diese auf Vorliegen der Tierseuche untersuchen zu lassen.

Die 1. Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest bei Haus- und Wildscheinen wurde am 02.12.2021 erlassen. >> Hier ist die Allgemeinverfügung im vollständigen Wortlaut hinterlegt.
Danach haben Jagdausübungsberechtigte im gesamten Kreisgebiet des Altmarkkreises Salzwedel von jedem erlegten und verendet aufgefundene Wildschein unverzüglich Proben nach Anweisung des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes zur virologischen Untersuchung auf Afrikanische Schweinepest zu entnehmen und zusammen mit dem Begleitschein dem Landesamt für Verbraucherschutz Fachbereich 4 in Stendal zur Untersuchung zuzuführen.

Das Veterinär- & Lebensmittelüberwachungsamt des Altmarkkreises Salzwedel weist in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich auf die bekannten Biosicherheits- und Hygieneregeln hin.
Halter von Schweinen sind angehalten, penibel auf die Befolgung der betrieblichen Biosicherheitskonzepte achten. Sofern noch nicht erfolgt, sind Schweinehaltungen beim Veterinäramt des Landkreises registrieren zu lassen, um sie im Ausbruchsfall unverzüglich informieren und die gehaltenen Schweine bestmöglich schützen zu können. Die Einschleppung der ASP in Hausschweinbestände gilt es unbedingt zu verhindern.
Jägerinnen und Jäger haben beim Transport sowie beim Versorgen erlegter Stücke auf die Einhaltung der guten wildbrethygienischen Praxis zu achten. Eine Verschleppung potenziell infektiösen Materials (z.B. Schweiß) ist zu vermeiden.

„Für eine effektive Prophylaxe und möglichen Bekämpfung ist der Landkreis zudem auf die Mitwirkung jedes einzelnen Bürgers angewiesen“, betont Landrat Michael Ziche. So können beispielsweise aufgefundene Wildschweinkadaver über die Handy-App „Tierfundkataster“ gemeldet werden. Die App erfasst automatisch die dazugehörigen Koordinaten und informiert das zuständige Veterinäramt über den Fund. Alternativ kann der Fund telefonisch unter der Telefonnummer 03901/ 840 416 dem Veterinäramt des Altmarkkreises gemeldet werden. In jedem Fall sollte der Kadaver keinesfalls berührt werden.

Mehr:
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter innerhalb Deutschlands aus. Bisher sind die Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern von der Tierseuche betroffen.  Mit Stand vom 26.11.2021 wurden deutschlandweit 2839 positive ASP-Nachweise erbracht. Neben Wildschweinen waren bisher auch 4 Hausschweine haltende Betriebe betroffen.
Von Wildschwein zu Wildschwein verbreitet sich die Afrikanische Schweinepest nur langsam. Die Erfahrung zeigt, dass eine schnelle geografische Verbreitung häufig auf die Verschleppung von infiziertem Material durch den Menschen zurückzuführen ist.
Bei einer nötigen Entsorgung von Speiseabfällen auf Park- und Rastplätzen sind vorhandene, verschließbare Müllbehälter unbedingt zu nutzen, um eine Aufnahme der Speisereste durch Wildschweine zu verhindern. Sollten diese Behältnisse nicht zur Verfügung stehen, werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, ihre Speiseabfälle mitzunehmen und im häuslichen Umfeld über den Hausmüll zu entsorgen.
Erlegtes Schwarzwild, Bild_©_Amk


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