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14. Altmark-Rammlerschau am 14./15. Januar 2017 in Salzwedel

Historische AufnahmeGeschichtliches
Als am 4. Juli 1016 der Grundstein für die organisierte Rassekaninchenzucht im Lokal „Stadt Magdeburg“ gelegt wurde, war wohl keiner der 22 Herren der festen Überzeugung, dass es den Kaninchenzuchtverein Salzwedel und Umgegend auch 100 Jahre später immer noch geben würde.

Ebenso träumen die organisierten Kaninchenzüchter heute von den Mitgliederzahlen aus den Jahren 1916 bis 1918. Denn im Gründungsjahr konnte sich der damalige Vereinsvorsitzende Amtsgerichtssekretär Damm über 109 Mitglieder freuen. 1918 waren es bereits 148. Diese Zahlen scheinen nur auf den ersten Blick beeindruckend. Betrachtet man jedoch die wirtschaftliche Lage in Deutschland zu dieser Zeit, wird schnell klar, dass die Not die Menschen trieb. Der 1. Weltkrieg ist seit zwei Jahren im vollen Gange, Deutschland ist wirtschaftlich isoliert und Lebensmittel sind knapp. So hält jeder, der nur irgendwie ein wenig Platz schaffen kann, Kaninchen. Weil die anspruchslosen Kaninchen auch bei karger Kost einen respektablen Braten abliefern, trugen sie in den Kriegsjahren zur Ernährung der Bevölkerung bei. Die Liste der gezüchteten Rassen von damals liest sich wie das „Who is Who“ des heutigen Rassestandards. Belgische Riesen (heute einfach nur Deutsche Riesen), Deutsche Widder, Deutsche Riesenschecken, Alaska, Großchinchilla, Schwarzloh, Marburger Feh und Rexkaninchen. Alles Rassen die bis heute in Ställen der Züchter in der Altmark zu finden sind. Heute stehen sie allerdings zum großen Teil auf der roten Liste der bedrohten Haustierrassen.

Ziel der Züchter damals wie heute war und ist die Förderung der Rassekaninchenzucht. Heute vor dem Hintergrund der Erhaltung der Artenvielfalt, damals vor dem Hintergrund möglichst die wirtschaftlichsten Rassen zu züchten. Damals wie heute hat auch die Politik Einfluss auf die Geschicke der organisierten Kaninchenzucht genommen. Im politischen Machtgefüge des Deutschland der Jahre 1933 bis 1938 wurden „Sportrassen“ oder kleiner Rassen immer stärker eingeschränkt. Nach Beginn des 2. Weltkrieges 1938 wurden die Kaninchenzüchter aufgefordert Kaninchenfleisch nicht nur als Volks-, sondern auch als Kriegsnahrung zu produzieren. 1939 wurde an der Warthe eine Farm für bis 6.000 Angorakaninchen aufgebaut, um die wertvolle Angorawolle zur Produktion von Unterwäsche für die Piloten des Fliegerhorstes auf dem Fuchsberg zu gewinnen. Die Angorafarm an der Warthe bot genügend Kaninchenställe, um nach dem Ende des zweiten großen Weltkrieges die Kaninchenzucht in Salzwedel wiederaufzubauen.

Und heute...
Heute werden Kaninchenzüchter manchmal völlig ungläubig angesehen, wenn sie erläutern, was mit den Tieren passiert, die nicht für die Weiterzucht geeignet sind. Aber eines ist den Züchtern heute wie damals geblieben, egal aus welchem Grund sie Kaninchen züchten – nämliche die Liebe zu einem großartigen Hobby!

Etwas über 100 Jahre später richtet der Rassekaninchenzuchtverein G236 Salzwedel am 14. & 15. Januar 2016 die nunmehr 14. Altmark-Rammlerschau mit 176 Kaninchen in 32 Rassen und Farbeschlägen in der Salzwedeler Bauernmarkthalle aus.

Rassen wie Deutsche Riesen, Deutsche Widder, Helle Großsilber, Deutsche Großsilber, aber auch Kleinsilber, Holländer, Zwergwidder und Farbenzwerge werden zu sehen sein. Am Samstagvormittag erfolgt die Bewertung der Kaninchen durch die Preisrichter Bernd Meinecke, Reiner Tietge und Frank Hanisch. Ab Samstagmittag um 13:00 Uhr wird die Schau dann für die Besucher geöffnet und um 14:00 Uhr erfolgt die offizielle Eröffnung durch Landrat Michael Ziche. Die Schau ist am Samstag, den 14. Januar 2017 von 13:00 bis 16:00 Uhr und am Sonntag von 9:00 bis 14:00 Uhr geöffnet.

Parallel zur 14. Altmark-Rammlerschau findet am 14. Januar 2016 das
5. Altmärkische Kaninhop-Turnier mit knapp 140 Kaninchen statt. Und die Starter kommen aus ganz Deutschland, um in der leichten bis schwierigen Klasse Hindernisse von bis 40 cm Höhe zu überspringen. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt und für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Kontakt & weitere Informationen:
Mike Hennings
Vorsitzender des Kaninchenzuchtvereins
G236 Salzwedel und Umgegend e.V.
In Saalfeld 36 | 38486 Apenburg-Winterfeld
Telefon:   039035-97623 I  Fax: 039035-97539 | Mobil: 0171-5403816
E-Mail:    mike.hennings@kaninchen-LSA.de
Internet:    www.rkzv-saw.de
                 www.kaninchen-LSA.de

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