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Aktueller Stand zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Genehmigung zur Befliegung erteilt

Altmarkkreis Salzwedel, 10.04.2026: Seit Juli 2025 hat der Altmarkkreis Salzwedel die umfangreiche Aufgabe übernommen, die Maßnahmen zur Eindämmung der rasanten Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im weitläufigen Naturschutzgebiet Drömling und den umliegenden Orten des Landkreises einzuleiten und zu koordinieren. Dazu bildeten die Mitarbeitenden des Amtes für Verbraucherschutz und Gesundheit sowie des Umweltamtes des Altmarkkreises Salzwedel mit den beteiligten Akteuren der regionalen Forstwirtschaft, der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt sowie den Gemeinden Gardelegen, Klötze und der Biosphärenreservatsverwaltung Drömling verschiedene Arbeitsgruppen, um die jeweiligen Expertisen effizient und zielgerichtet zu bündeln. Im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen unterstützte zudem das Land maßgeblich über das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten und das dazugehörige Landeszentrum Wald.

In den vergangenen Monaten erzielten die jeweiligen Arbeitsgruppen unter Leitung der Kreisverwaltungsmitarbeitenden erhebliche Fortschritte. In einem wissenschaftlichen Verfahren wurde eine Gefährdungsanalyse zur Feststellung der Gesundheitsgefährdung außerhalb der Wohnbebauung in den befallenen Gebieten erstellt. Das Ergebnis fiel positiv aus, sodass, unter Berücksichtigung des naherholungsartigen Charakters des Biosphärenreservats Drömling und der sporadischen Besiedlung des Drömlings, die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auch außerhalb der Wohnbebauung zulässig ist.

Weiterhin wurde eine Flächenkulisse erstellt, welche ein Gebiet von ca. 750 Hektar Eichenbestandsfläche, aufgeteilt in ca. 300 Hektar forstliche Fläche und ca. 450 Hektar nichtforstliche Fläche, zur Bekämpfung der Raupen im Drömling und innerhalb des betroffenen Gemeindegebietes der Hansestadt Gardelegen und der Stadt Klötze ausweist. Außerdem wurden die Klärung rechtlicher Belange, die Antragstellung sowie die Veranlassung der Ausschreibung zur Befliegung und die naturschutzrechtliche Genehmigung auf der Grundlage eines durch den Altmarkkreis Salzwedel beauftragten Fauna-Flora-Habitat-Verträglichkeitsgutachtens (FFH-Gutachten) erwirkt.

Da die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners nur in einem bestimmten, sehr kurzen Zeitraum im Jahr möglich ist, geht der Altmarkkreis Salzwedel sowohl bei dem FFH-Gutachten als auch bei der Finanzierung der Bekämpfungsmaßnahmen in Vorleistung, um keine wertvolle Zeit zu verlieren. 

Wir sehen uns mit einer der größten und am stärksten befallenen Flächen Deutschlands konfrontiert und tun alles in unserer Macht stehende, um die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners einzudämmen und effektiven Gesundheitsschutz für die Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Ich bedanke mich daher herzlich bei den Mitarbeitenden der Kreisverwaltung sowie den Akteurinnen und Akteuren für die hervorragende, effektive Zusammenarbeit und den Einsatz. Dabei gilt ein besonderer Dank natürlich auch der Bürgermeisterin der Hansestadt Gardelegen, dem Bürgermeister der Stadt Klötze und den jeweiligen Mitarbeitenden der Ordnungs- und Bauämter der Städte. Gemeinsam leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Region und ihre Bewohner.“, so Landrat Steve Kanitz.

Durch die schnelle, kompetente Arbeit des Altmarkkreises Salzwedel konnte eine Genehmigung seitens des Biosphärenreservats Drömling zur Befliegung der befallenen Gebiete im Drömling und Umgebung erreicht werden. Auch die Umweltverbände stimmen einer Befliegung zu. Aktuell wird ein Befliegungsplan durch das Fachamt des Landkreises erstellt, sodass ein rechtzeitiger Beginn der Maßnahme voraussichtlich Anfang Mai 2026 nach vollständiger Belaubung der Eichen erreicht werden kann.

Die Bürgerinnen und Bürger werden rechtzeitig über die genauen Termine zur Befliegung, die Flugrouten des Hubschraubers, das verwendete Bekämpfungsmittel sowie die entsprechenden Auswirkungen der Maßnahmen informiert.

Es gilt weiterhin der Gesundheitsschutz der Bevölkerung als maßgebendes Kriterium für die zukünftigen Handlungen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, auch über die Maßnahmen in diesem Jahr hinaus.

>> Hier die Pressemitteilung in PDF.