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Zukunftskonzept Langobardenwerkstatt

Bewährtes stärken und neue Wege beschreiten

Eintauchen in die Geschichte der Altmark  in der Langobardenwerkstatt Zethlingen (c) Danneil-Museum SalzwedelDie Langobardenwerkstatt Zethlingen dokumentiert und vermittelt als museumspädagogisches Zentrum des Johann-Friedrich-Danneil-Museums seit über 30 Jahren die Kultur und Lebensweise der vor ca. 1800 Jahren in der Altmark lebenden Menschen. Seit 1990 wurde auf dem Zethlinger Mühlenberg eine Siedlung rekonstruiert, in der während der Saison von Mai bis Oktober Familien, Schulklassen, Kindergärten und Jugendgruppen den Alltag der „Langobarden“, d.h. der elbgermanischen Bevölkerung in der römischen Kaiserzeit, mit- und nacherleben können. Die Langobardenwerkstatt ist regional und überregional als außerschulischer Bildungsort, Kultur- und Freizeiteinrichtung sowie touristischer Anziehungspunkt sehr gut etabliert.

Ein „Zukunftskonzept“ soll nun Handlungsfelder definieren und umsetzbare Maßnahmen formulieren, um die erfolgreiche Arbeit der Langobardenwerkstatt nachhaltig in der Zukunft fortsetzen zu können. Die Maßnahme wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt aus dem „Sondervermögen Corona – Notfallfonds für Kultureinrichtungen und Kulturträger“.

„Wir freuen uns einen starken Partner gefunden zu haben, der gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums sowie den ehrenamtlich Engagierten des Freundeskreises Perspektiven zur Weiterentwicklung der Langobardenwerkstatt entwirft“, so der Leiter der Museen des Altmarkkreises, Dr. Jochen Alexander Hofmann. 

 „In der Römischen Kaiserzeit hatte ein Haus eine Lebensdauer von ca. einer Generation, also 25-30 Jahren, bevor große Reparaturen nötig wurden“ so Dr. Julia Gräf, Archäologin am Danneil-Museum und Leiterin der Langobardenwerkstatt. „Nach 30 Jahren stellen die Hausrekonstruktionen sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Besucherinnen und Besucher vor immer größere Herausforderungen, hier gilt es nun den Bestand genau zu prüfen und einen Plan für zukünftige Reparaturen und evtl. Neubauten zu entwerfen.“

Auch Barrierefreiheit und Inklusion sind heute selbstverständliche Anforderungen an Museen, nicht nur bei Infrastruktur, Wegeführung und Beschilderung sondern auch in der Dauerausstellung, bei der Öffentlichkeitsarbeit und den museumspädagogischen Angeboten. Abwechslungsreiche digitale und analoge Mitmachangebote sollen Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen und unterschiedlicher Interessenslagen ansprechen und auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand das Alltagsleben und die Glaubenswelten, das Mensch-Umwelt-Verhältnis und die Geschichte und Praxis der archäologischen Forschung in der Altmark zeigen.

Die Chancen und Möglichkeiten moderner digitaler Medien in der Bildungs- und Vermittlungsarbeit sollen auch für die Langobardenwerkstatt ausgelotet werden. Sie könnten die bewährten pädagogischen Formate zukünftig ergänzen.

„Die große Stärke der Langobardenwerkstatt Zethlingen beruht seit jeher auf dem unmittelbaren Erlebnis, dem Mit- und Selbstmachen, der persönlichen Ansprache und Betreuung der Besucher, das soll auf alle Fälle erhalten bleiben“, betont Dr. Julia Gräf. Darum solle es auch weiterhin die beliebten Programme für Schulklassen und Kindergärten, die Ferienwerkstätten und Thementage geben. Im Zukunftskonzept sollen hierfür neue Angebote und Formate entwickelt werden.

Der „Freundeskreis Langobardenwerkstatt“, dessen Mitglieder z.T. schon lange Jahre im museumspädagogischen Zentrum engagiert sind, soll in die Erstellung des Zukunftskonzeptes eng eingebunden werden, um seine vielfältigen Erfahrungen und Ideen einzubringen. Im Rahmen der Konzepterstellung soll zudem eine Besucherbefragung durchgeführt werden, um Erwartungen und Wünsche der Besucherinnen und Besucher zu ermitteln und einfließen zu lassen.

„Wir freuen uns auf den gemeinsamen kreativen Prozess und sind gespannt auf die Ergebnisse“, so Amts- und Museumsleiter Hofmann. Es gelte, Bewährtes zu stärken und neue Wege zu beschreiten.

>> Hier die Pressemitteilung in PDF.