Ansprechpartner & mehr

Pressemitteilungen & Pressebilder

Suche nach NS-Raubgut

Der Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V. hat im Februar 2021 sein zweijähriges Projekt zur vertiefenden Provenienzforschung an Museen in der Altmark gestartet. Erste Hinweise auf NS-Raubgut in den Museumsbeständen des Altmärkischen Museums und des Johann-Friedrich-Danneil-Museums wurden bereits 2016/17 gefunden.

Bernburg/04/2021: Das aktuelle Projekt „Verdachtsmomente klären – vertiefende Provenienzforschung im Altmärkischen Museum Stendal und im Danneil-Museum Salzwedel“ geht Spuren zu NS-Raubgut nach. Bei einem früheren Erstcheck wurden in den Sammlungen beider Museen erste Hinweise darauf gefunden. Das betraf  Objekte von Freimauer-Logen, jüdische Ritualgegenstände und Objekte, die in der Zeit des Nationalsozialismus ohne nähere Angaben zu ihrer Herkunft ins Museum kamen. Sie werden in den nächsten zwei Jahren einer genauen Prüfung unterzogen: Unter welchen Umständen wurden sie erworben? Wer waren die früheren Eigentümer:innen? Und welche Rolle spielten die Netzwerke der Museen und ihrer Freundeskreise beim Erwerb?

Die Museen und der Museumsverband erhoffen sich daraus Erkenntnisse zu den Exponaten, zur Sammlungsgeschichte der Museen sowie zur lokalen und regionalen Geschichte von Un-recht und Enteignung während des Nationalsozialismus. Untersucht werden zum Beispiel eine während der NS-Zeit erworbene Kupferstich-Serie unbekannter Herkunft von historischen Stadtansichten im Danneil-Museum sowie eine Reihe von Freimaurer-Objekten im Altmärkischen Museum, die aus der Stendaler Loge "Zur Goldenen Krone" stammen können.
Die mit den Provenienzforschungen beauftragte Historikerin Corrie Leitz meint dazu: „Es ist eine äußerst spannende und interessante Aufgabe zu prüfen, ob in den Museumsbeständen tatsächlich NS-Raubgut vorhanden ist. Außerdem freue ich mich, dass ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, die lokale und regionale Geschichte der NS-Zeit weiter zu erforschen und ganz konkret vor Ort geschehenes Unrecht sichtbar zu machen.“

Das Projekt wird von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste und dem Land Sachsen-Anhalt gefördert.
Weitere Informationen finden Sie unter:

Kupferstiche unbekannter Herkunft, die in der NS-Zeit erworben wurden, Danneil-Museum Salzwedel Foto: Corrie Leitz

Druckschriften der Stendaler Freimaurerloge,  Altmärkisches Museum Stendal  Foto: Altmärkisches Museum Stendal, Gabriele Bark

Kontakt & Ansprechpartner:innen

Dr. Annette Müller-Spreitz
Koordination Provenienzforschung Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V.
Käthe-Kollwitz-Straße 11 | 06406 Bernburg
Tel./Fax: (03471) 62 81 16 | Mobil: (01512) 713 83 27
E-Mail: mueller-spreitz@mv-sachsen-anhalt.de

Corrie Leitz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Provenienzforschung | Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V.
Käthe-Kollwitz-Straße 11 | 06406 Bernburg
Mobil: (01520) 260 44 68 | E-Mail: leitz@mv-sachsen-anhalt.de

Gabriele Bark
Museumsleitung Altmärkisches Museum Stendal
Schadewachten 48 | 39576 Stendal
Tel./Fax: (03931) 65 17 00 / 65 17 09 | E-Mail: museum@stendal.de

Ulrich Kalmbach
Museumsleitung | Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel
An der Marienkirche 3 | 29410 Salzwedel
Tel./Fax: (03901) 42 33 80 | E-Mail: info@danneil-museum.de
 


Hier gerne die Pressemitteilung.

Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.
Käthe-Kollwitz-Str. 11 | 06406 Bernburg
Tel./Fax: 03471/628116 | info@mv-sachsen-anhalt.de | www.mv-sachsen-anhalt.de