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„Wir brechen das Schweigen“- Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Schwerpunktthema 2022: #TrautesHeimLeidAllein – gemeinsam gegen häusliche Gewalt | Mitmachaktion des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“

Altmarkkreis Salzwedel, 24.11.2022:  Zum jährlichen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25.11.2022 macht der Altmarkkreis Salzwedel auf die Kampagne #TrautesHeimLeidAllein von TERRE DES FEMMES aufmerksam. Die Fahne der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES mit dem Spruch: „Frei leben – ohne Gewalt“  wird am 25. November an verschiedenen Orten im Altmarkkreis Salzwedel gehisst, z.B. am Gebäude der Kreisverwaltung und am Rathausturm in Salzwedel.

Landrat Kanitz unterstützt das Projekt: „Durch die Proteste im Iran ist das Thema Frauenrechte und Gewalt gegen Frauen wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Doch Gewalt gegen Frauen ist auch hierzulande noch immer ein verbreitetes gesellschaftliches Problem, welches durch die Corona-Pandemie noch weiter verschärft wurde. Um darauf aufmerksam zu machen, dass Gewalt direkt in unserem nächsten Umfeld geschieht und oft hinter einer Fassade vom „trauten Heim“ versteckt ist, setzt die Kreisverwaltung mit dem Hissen der Fahne ein sichtbares Zeichen.“

Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt stellte in seinem Jahresbericht 2021 einen Anstieg der Fälle häuslicher Gewalt in Sachsen-Anhalt im Jahresvergleich fest. Bei Betrachtung der sozialen Beziehungen wird deutlich, dass die Mehrzahl der Fälle innerhalb einer Partnerschaft begangen werden. Den Hauptanteil der Betroffenen (78,5%) stellen weibliche Personen dar.

>> Hier das Faltblatt "Frei leben - ohne Gewalt" von TERRE DES FEMMES

Hilfetelefon- #schweigenbrechen

Viele der Betroffenen sprechen aus Angst und Scham nicht über die Gewalt, die sie erlebt haben. Die Mitmachaktion des Hilfetelefons unter dem Motto „Wir brechen das Schweigen“ möchte Frauen, die Gewalt erleben, Mut machen. Sie sollen wissen, dass sie nicht allein sind und es Wege aus der Gewalt gibt. Schirmherrin der Aktion ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus.

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barriere- sowie kostenfrei beraten zu lassen. Die Beraterinnen stehen den Hilfesuchenden vertraulich zur Seite und vermitteln sie bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort, wie eine Frauenberatungsstelle oder ein Frauenhaus in der Nähe. Auch Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Fachkräften steht das Hilfetelefon für Fragen und Informationen unter der Telefonnummer 08000 116 016 zur Verfügung.

Hintergrundinformationen zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“

Auf der 83. Plenarsitzung am 17. Dezember 1999 verabschiedet die UN-Generalversammlung ohne Abstimmung eine Resolution, nach welcher der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, auch „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“, bestimmt wurde. Alljährlich soll mit dem internationalen Gedenktag das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt werden und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken. Hintergrund für die offizielle Initiierung des Aktionstages 1999 durch die Vereinten Nationen (Resolution 54/134) war die Entführung, Vergewaltigung und Folterung dreier Schwestern und ihre Ermordung im Jahr 1960. Die Schwestern Mirabal waren in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt worden.

>> Hier die Pressemitteilung in PDF.