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Positives Fazit bei Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners 2018

Positives Fazit des Landkreises bei Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners 2018
Auswertung für 2019 folgt im September 2019

Altmarkkreis Salzwedel, 15.08.2019: Wie schon in den Vorjahren hatte der Altmarkkreis Salzwedel auch 2018 die Koordinierung bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) für den gesamten Landkreis übernommen. Als besonders positiv bewertet der Landkreis, dass das Angebot von vielen privaten Baumbesitzern angenommen wurde. Hier gerne einige aktuelle Daten zum Thema Auswertung der EPS-Bekämpfung 2018.

Nach erfolgtem Ausschreibungsverfahren wurden entsprechende Rahmenvereinbarungen mit den Beteiligten geschlossen, so dass Mitte April 2018 die chemische Bekämpfung beginnen konnte. Es wird bilanziert, dass der durch die Bekämpfung mit dem eingesetzten Biozid erzielte Wirkungsgrad bei ca. 50 % liegt.

Auf Grund der schwierigen Witterungsbedingungen in diesem Jahr waren optimale Bekämpfungs-termine schwer zu finden. Vor allem für die Bekämpfung des Spinners aus der Luft, die sogenannte aviochemische Bekämpfung, die zum zweiten Mal Bestandteil der Ausschreibung war, musste das Entwicklungsstadium der Larve des EPS und der Entwicklungsstand der Eichen genau beachtet werden. Gemeinsam mit den Betreuungsforstämtern des Landeszentrums Wald wurden besonders befallene Waldränder bekämpft. Das waren im Jahr 2018 Waldflächen bei Lohne, Dessau, Kerkau, Sanne-Kerkuhn, Badel, Apenburg, Kakerbeck und Jemmeritz, die mittels eines Hubschraubers besprüht wurden.

2018 wurden insgesamt 20.315 Bäume mechanisch oder chemisch bekämpft, und genau 59,12 ha Wald aviochemisch behandelt. Beteiligte Partner des Verfahrens waren neben dem Landkreis die Einheitsgemeinden Stadt Arendsee, Klötze, Kalbe (Milde), Gardelegen, die Gemeinden Beetzendorf und Wallstawe sowie der Landesstraßenbaubetrieb, Regionalbereich Nord. Die Gesamtkosten für die Bekämpfung beziffern sich auf 302.711 Euro. Das sind ca. 125.000 Euro mehr als im Jahr 2017.

Schwierig für die Bekämpfung war das für die Entwicklung der Larven konstant warme und trockene Wetter. Dadurch hatten die Larven sehr gute Bedingungen zur Entwicklung. Somit konnte in vielen Bereichen nicht der gewünschte Erfolg erzielt werden.

2019
Für 2019 war geplant, dass eine gemeinsame Ausschreibung für alle Beteiligten durch den Altmarkkreis Salzwedel erfolgen sollte. Auf Grund der Verlängerung der Zulassung des Biozids durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im November 2018 und der Bereitstellung von Zuwendungen für die Bekämpfung im Jahr 2019, war eine gemeinsame Ausschreibung nicht möglich, da ab einem Gesamtnettowert von 229.000 Euro eine europaweite Ausschreibung vorgeschrieben ist. Diese sieht einen längeren zeitlichen Rahmen vor und hätte bis zur Bekämpfung nicht mehr umgesetzt werden können. Aus diesem Grund beschlossen die Bürgermeister der Einheitsgemeinden eigenständig mit Unterstützung des Altmarkkreises Salzwedel eine Ausschreibung umzusetzen.

Außerdem wurden durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration (MASI) für das Land Sachsen-Anhalt insgesamt 2.000.000 Euro zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zur Verfügung gestellt. Durch den Altmarkkreis Salzwedel wurden 238.000 Euro beantragt. Diese 238.000 Euro sind nach Abfrage der Einheitsgemeinden und Vorlage eines Ausgaben- und Finanzierungsplanes unter finanzieller Beteiligung der Einheitsgemeinden beim MASI mit dem Zuwendungsvertrag eingereicht und am 08.12.2018 unterschrieben worden.

Die EPS-Bekämpfungsauswertung für das Jahr 2019 ist für September 2019 geplant.
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Das Presseteam des Altmarkkreises Salzwedel
Birgit Eurich & Amanda Hasenfusz
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PRESSEBILD: EPS an Baum, c AMK