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Positiver Nachweis des Staupe-Erregers bei Waschbären und Füchsen im Altmarkkreis Salzwedel

Amt für Verbraucherschutz und Gesundheit informiert

Altmarkkreis Salzwedel, 19.12.2023: Im Rahmen des amtlichen Monitorings im Jahr 2023 wurde jeweils bei 4 von 16 untersuchten Waschbären und bei 4 von 13 Rotfüchsen das Staupe-Virus nachgewiesen. Die infizierten Waschbären stammen aus den Jagdbezirken aus Breiteiche, Siepe und Jübar.
Die infizierten Füchse stammen aus den Jagdbezirken in Packebusch, Neuekrug und Arendsee.

Die Staupe ist eine hochansteckende Viruserkrankung. Das Canine Staupevirus ist eng mit dem Masernvirus des Menschen verwandt. Für Menschen ist das Hundesstaupevirus allerdings ungefährlich. Ein weiterer Verwandter ist das Seehundstaupevirus, das nach der Epidemie im Jahr 2002 in Nord- und Ostsee den Tod von Tausenden von Seehunden verursachte.

Das Virus wird durch Speichel, Nasen-, Augensekret, Kot und Urin infizierter Tiere übertragen. Empfängliche Tiere können sich somit direkt über diese Ausscheidungen durch gegenseitiges Belecken oder Tröpfcheninfektion anstecken oder nehmen den Krankheitserreger mit verunreinigtem Futter, Wasser oder aus der Umgebung auf.

Gerade Fuchs, Marder und der Waschbär werden als sogenannte Erregerreservoire des Staupevirus angesehen. Eine Übertragung ist auf nicht geimpfte Hunde möglich.

Hundebesitzer sollten deshalb den Impfstatus ihrer Tiere überprüfen. Die empfohlene Schutzmaßnahme gegen Staupe bei Hunden ist eine prophylaktische Impfung. Die Impfung gegen Staupe ist Teil der Grundimmunisierung für Hunde und wird in der Regel zusammen mit anderen Impfungen verabreicht Es gibt keine Pflichtimpfungen für Hunde.
Darüber hinaus gilt: Haustiere von Wildtieren fernhalten und Wildtiere auch nicht anfassen.

Jährlich wird im Altmarkkreis Salzwedel ein Wildtiermonitoring durchgeführt, bei dem die Wildtierpopulation auf das Vorliegen bestimmter Tierseuchen bzw. Wildkrankheiten untersucht wird. Probenmaterial erhalten Jagdausübungsberechtigte auf Anfrage beim Amt für Verbraucherschutz und Gesundheit des Altmarkkreises. Die Abgabe entnommener Proben kann dort oder über die bekannten Kurierstellen erfolgen.

>> Hier die Pressemitteilung in PDF.