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Maßnahme gegen Afrikanische Schweinepest

Maßnahme gegen Afrikanische Schweinepest | Altmarkkreis Salzwedel übernimmt ab sofort bis auf Widerruf die Kosten der Trichinenbeschau bei erlegten Wildschweinen | Aufruf an alle Jäger für intensive Bejagung

Altmarkkreis Salzwedel, 15.01.2017: Die Afrikanische Schweinepest sorgt in Sachsen-Anhalt und auch im Altmarkkreis Salzwedel für Verunsicherung. In Deutschland ist bislang kein Fall nachgewiesen, trotzdem sollen und wollen sich Behörden und Jäger gemeinsam gegen die Tierseuche wappnen.

Ab sofort übernimmt der Altmarkkreis Salzwedel bis auf Weiteres die Kosten der Trichinenbeschau bei im Altmarkkreis Salzwedel erlegten Wildschweinen. „Durch die Übernahme der Kosten der Trichinenbeschau will der Altmarkkreis Salzwedel die Jägerschaft von den Kosten der Trichinenbeschau entlasten und zu einer intensiveren Bejagung der Wildschweine motivieren. Nur durch eine dauerhafte Reduzierung der Wildschweinzahlen in der Region werden die landwirtschaftlichen Betriebe der Schweinehaltung im Altmarkkreis Salzwedel wirksam vor der Afrikanischen Schweinepest geschützt“, sagt Landrat Michael Ziche.

Bei erlegten Wildschweinen, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, ist eine amtliche Untersuchung des Wildkörpers auf Trichinen gesetzlich vorgeschrieben. Diese Untersuchung wird im Altmarkkreis Salzwedel an acht Trichinenuntersuchungsstellen von beliehenen Tierärzten durchgeführt. Im Jahr 2017 wurden an diesen Untersuchungsstellen insgesamt 2.578 Wildschweine mit negativem Ergebnis beprobt. Viele Jäger beklagen, dass die Kosten dieser Untersuchung gerade bei jungen Wildschweinen kaum durch die Erlöse durch den Wildfleischverkauf gedeckt sind.

Was ist zu tun? Zur Umsetzung ist das Probenmaterial wie bisher auch mit dem dazugehörigem Wildursprungsschein den beliehenen Tierärzten (siehe Liste) zur Verfügung zu stellen. Für den Jäger entfällt die Kostenübernahme der Untersuchung.

Zum Hintergrund:
Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, die bei Wild- und Hausschweinen innerhalb weniger Tage tödlich endet. Auch wenn sie für den Menschen ungefährlich ist, kann sie bei einem Ausbruch in den Schweinemast- und Zuchtbetrieben zu hohen wirtschaftlichen Verlusten bis hin zur Existenzgefährdung führen.
Die Afrikanische Schweinepest ist in den vergangenen Jahren über Osteuropa auch in die Länder der Europäischen Union vorgedrungen und hat sich dort vor allem in der Wildschweinpopulation festgesetzt. Ein Hauptgrund für die Festsetzung des Erregers ist die hohe Populationsdichte der Wildschweine insbesondere in waldreichen Regionen, so dass die Tiere sich immer wieder gegenseitig anstecken. Hat sich der Erreger in einer Wildschweinpopulation festgesetzt, ist eine Ansteckung von Hausschweinen jederzeit möglich.

Der Altmarkkreis Salzwedel gehört mit seinen großen Waldgebieten auch zu den Regionen in Deutschland mit einer hohen Zahl an Wildschweinen. Um die hier ansässigen Schweinemast- und Schweinezuchtbetriebe zu schützen, muss die Zahl der Wildschweine und damit die Zahl der möglichen Überträger der Afrikanischen Schweinepest deutlich verringert werden. Dies wird nur über eine intensivere Bejagung erfolgreich möglich sein.
 

Tierarztpraxis   Straße   PLZ Ort
Friedrichs  Bahnhofstraße 46  39649   Gardelegen/OT Miesterhorst
Höft  Hauptstraße 43      29410 Salzwedel/OT Brietz
Klaffer   Lindenweg 4 29410 Salzwedel/OT Pretzier
Knoblauch   Hinter d. Klostermauer 14  29413 Flecken Diesdorf
Dr. Loose Breite Str. 53 38489  Jübar
Dr. Märtens Hagen 1  39638  Gardelegen/OT Jerchel
Runow   Oberdorf 17   38486  Klötze/OT Immekath
Dr. Tamm Hoyersburger Str. 5 29410 Salzwedel


Hier gerne die Pressemitteilung.

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Das Presseteam des Altmarkkreises Salzwedel
Birgit Eurich & Amanda Hasenfusz
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Wildschweinrotte auf einem Acker, c Altmarkrkeis Salzwedel