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Kreis schulte zum Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest

Vorbereitung auf ein Seuchengeschehen | 140 Personen aus den Bereichen der Feuerwehr, Förster, Jägerschaft, Polizei, Bundeswehr, Gemeinden, Landwirte und Mitarbeitern des Altmarkkreises Salzwedel waren dabei

Altmarkkreis Salzwedel, 28.10.2020: Am Dienstag, den 27.10.2020, eröffnete Landrat Michael Ziche die Schulung des Altmarkkreises Salzwedel zur Afrikanischen Schweinepest in der Feuertechnischen Zentrale in Salzwedel. Mit einem möglichen Eintrag der Afrikanischen Schweinepest in den Schwarzwildbestand sind verschiedene Herausforderungen in kurzer Zeit zu bewältigen, auf welche die Schulung vorbereitete. So wurde die Zusammenarbeit von Ämtern, Behörden und Institutionen über die Kreisverwaltung hinaus im Ausbruchsfall geübt.

Das Kreisveterinäramt und das Ordnungsamt führten durch die Veranstaltung, welche von ca. 140 Personen aus den Bereichen der Feuerwehr, Förster, Jägerschaft, Polizei, Bundeswehr, Gemeinden, Landwirte und Mitarbeitern des Altmarkkreises Salzwedel wahrgenommen wurde.
Im Mittelpunkt standen neben der aktuellen Lage zur Afrikanischen Schweinepest auch die geplanten Maßnahmen zur Früherkennung sowie das Vorgehen im Falle eines Ausbruchs.
Geschult wurde u. a. die Fallwildsuche, also die Suche von verendetem Schwarzwild in einem bestimmten Gebiet, die Fallwildbergung, der Zaunaufbau sowie die Dekontaminierung von Fahrzeugen und Personen (Kleidung).
Im Seuchenfall stellen Überreste von verendeten und infizierten Wildschweinen eine gefährliche Ansteckungsquelle für andere Wildschweine dar. Daher kommt dem Auffinden und Bergen von Schwarzwildkadavern eine sehr große Bedeutung zu, um die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu unterbrechen. Für die Fallwildsuche ist die Einbindung der ortsansässigen Fachleute, wie Förster und Jägerschaft, von großer Bedeutung, da sie über umfassende Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten verfügen.
Voraussetzungen für eine wirksame Bekämpfung sind die frühzeitige Erkennung eines Seucheneintrags bei Wildschweinen und eine risikominimierende Reduzierung der Bestände. Weniger Wildschweine bedeuten auch weniger Kontaktmöglichkeiten untereinander und damit eine Verringerung der Gefahr der Weitergabe der Afrikanischen Schweinepest.

Mit der Amtlichen Feststellung des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg am 10.09.2020, ist das Risiko eines Eintrags der Afrikanischen Schweinepest deutlich gestiegen. Die Vorbereitung auf ein Seuchengeschehen in der Wildschweinpopulation im Altmarkkreis Salzwedel ist daher von außerordentlicher Wichtigkeit.

Übungsstation: Aufbau des elektrischen Wildschutzzauns (c) AMK

Ramon Rulff, SGL Tierseuchen und Tierschutz, erläuterterte das Bergen und die Beprobung eines Wildschweinkadavers (c) AMK

Die richtige Entsorgung verhindert Ansteckung durch verendete Wildschweine (c) AMK

Wildschweinsuche im Gelände mit der Drohne (c) AMK

Einweisungen zur Fallwildsuche zu Fuß (c) AMK


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