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Kreis rät wegen Geflügelpest zur Vorsicht

Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen | Bitte um Meldung bei Todfunden


Altmarkkreis Salzwedel, 11.11.2020: Der Altmarkkreises Salzwedel rät wegen der Geflügelpest zu erhöhter Vorsicht und Vorsorge. Der Vogelzug ist in vollem Gange und dürfte auch in den kommenden Wochen weiter zunehmen. Dies begünstigt die Ausbreitung der Geflügelpest. Um ein Überspringen des Erregers auf Haus- und Nutzgeflügel bereits im Vorfeld zu verhindern, werden alle privaten und gewerblichen Geflügel- und Vogelhaltungen auch in Kleinsthaltungen gebeten ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und einzuhalten.

Dazu gehört es, dass das Geflügel nicht mit Oberflächenwasser versorgt wird, Futter und Einstreu sowie Gerätschaften an Orten gelagert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind, Geflügelställe nur mit sauberen Schuhwerk betreten werden und die allgemeine Personalhygiene eingehalten wird.

Um einen Eintrag dieses Erregers in die Nutzgeflügelbestände des Altmarkkreises Salzwedel zu verhindern und damit umfangreiche wirtschaftliche Folgen für alle Geflügelhalter auszuschließen, empfiehlt das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt ferner die Aufstallung von Nutzgeflügel, insbesondere in den Risikobereichen der Wildvogelrastgebiete um den Arendsee und im Bereich des Drömlings.

Geflügelhaltungen die bislang nicht registriert worden, sollten sich umgehend zur Registrierung beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt melden.

Wer verendete Wild- und Greifvögel findet, sollte dies dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Altmarkkreises Salzwedel melden.

Hintergrund:
Anlass für den Aufruf sind zahlreiche Fälle der hochpathogenen Form der Geflügelpest HPAIV H5 bei Wildvögeln, die seit Ende Oktober im norddeutschen Raum, insbesondere entlang der Nord- und Ostseeküste, gemeldet wurden. Aktuell entdeckte man in Schleswig-Holstein viele hundert tote Wildvögel. Am 09.11.2020 wurde die Geflügelpest im Landkreis Segeberg in einen Hausgeflügelbestand festgestellt. Auch aus den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich wurden Ausbrüche in Nutzgeflügelbeständen gemeldet.

Da der Vogelzug derzeit noch in vollem Gange ist, stuft das Friedrich-Löffler Institut (FLI) das Risiko weiterer Einträge von HPAIV H5 nach Deutschland mit Ausbreitung in die Wasservogelpopulationen und des Eintrags in Nutzgeflügelhaltungen als hoch ein. Das FLI machte jedoch deutlich, dass die derzeit festgestellten Virustypen H5N8 und H5N5 bisher nicht beim Menschen nachgewiesen wurden.

Kontakt:
Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Altmarkkreises Salzwedel | Karl-Marx-Str. 32 | 29410 Salzwedel
Telefonnummer: 03901 840 416 oder 03901 840 424


Hier die Pressemitteilung als PDF.


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