Ansprechpartner & mehr

Pressemitteilungen & Pressebilder RSS Icon

Kamera-Drohne wird zum Helfer in der Gefahrenabwehr

Altmarkkreis Salzwedel, 13.05.2017

Landrat hat am 13. Mai 2017 um 11:30 Uhr im Ausbildungszentrum Klötze das eine Kamera-Drohne vom Typ DIJ Phantom 4 an die Mitglieder der Technische Einsatzleitung der Ortsfeuerwehr Klötze übergeben. 

Menschenleben zu retten oder andere Gefahren abzuwenden ist das oberste Gebot aller Retter im Rahmen der Gefahrenabwehr. Dabei stehen die Kräfte der Rettungsdienste bei Bränden und örtlichen Großereignissen vor erheblichen Herausforderungen. Seit einiger Zeit arbeiten Gefahrenabwehrexperten an Konzepten, um Flugdrohnen in Einsätze der Gefahrenabwehr zu integrieren. Auch die Experten für den Brand- und Katastrophenschutz im Altmarkkreis Salzwedel haben sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt, haben diese Möglichkeit aufgegriffen und diese Art von Lageerkundung und Dokumentation in ihr Gefahrenabwehrkonzept integriert.

Der Einsatz von Drohnentechnik im Rahmen der Gefahrenabwehr ist noch nicht alltäglich. Aber wir stellen uns natürlich neuen Herausforderungen - um Menschenleben zu retten, sollte uns jedes Hilfsmitte recht sein. Das Gerät soll vor allem dazu genutzt werden, um sich am Einsatzort schnell einen Überblick aus der Luft zu verschaffen. So können wir auch die Kameraden schützen, deren Einsatz an der Schadensstelle manchmal nicht ganz ungefährlich ist“, so der Landrat.

Er bedankt sich bei den Mitgliedern der Technischen Einsatzleitung (TEL), Heiner Michelsen, Stefan Fütz (Altmarkkreis Salzwedel), Tobias Fricke, Florian Paul, Stefan Schmidt, Daniel Paul (Ortsfeuerwehr Klötze), die sich für diese spezielle Technik ausbilden lassen haben. „Die notwendige Aufstiegserlaubnis des Landesverwaltungsamtes nach Luftverkehrsordnung liegt ebenfalls vor, so dass die Einsätze offiziell genehmigt sind“, so Michael Ziche weiter.



 

Die neue Technik wird Bestandteil des bereits vorhandenen Containers (Abrollbehälter) der Technischen Einsatzleitung und kann bei Gefahrenlagen (Brand, Gefahrstoffunfall etc.) über die Ortsfeuerwehr Klötze angefordert werden.
Der Altmarkkreis Salzwedel hat für die Nutzung der Drohne eine Aufstiegserlaubnis beim Landesverwaltungsamt beantragt. Das Landesverwaltungsamt erteilte die Erlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 7 und Abs. 4 Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) vom 29. Oktober 2015 (BGBl. S. 1894) für den ausgebildeten Personenkreis. Die Erlaubnis umfasst den Betrieb eines unbemannten Luftfahrtsystems mit einer Gesamtmasse von maximal 10 kg ohne Verbrennungsmotor bis zu einer maximalen Höhe von 100 m über Grund. Die Personen dürfen Lageerkundungen und Dokumentationen im Rahmen von Einsätzen und Einsatzübungen durchführen. Dier Erlaubnis gilt für den gesamten Bereich des Landes Sachsen Anhalt und ist befristest 2018 (2 Jahre).


Mehr zum Thema:

Ausstattung :

• DJI Phantom 4 Quadrocopter (Drohne),
• Copter Case (Koffer),
• Tablet zur Navigation,
• Ladegerät, Ersatz-Akkus, Ersatz-Rotoren,
 
Kosten:

Technik gesamt: 2.061,62 Euro 
Schulung :  2.118,20 Euro


Einsatzoptionen:

Überschaubare Industrie- und Gebäudekomplexe, Waldgebiete und weiträumige Einsatzstellen können leichter erkundet werden. Bislang geht dies nur begrenzt über eine Drehleiter oder mittels kostspieligen Anforderungen von Flugzeugen oder Hubschraubern.

Eine Kamera-Drohne kann zudem Live-Bilder vom Einsatz senden und so die Einsatzleitung mit hoch auflösenden Bildern bei der Brandbekämpfung aktiv unterstützen. Zugleich kann dem Piloten konkret gesagt werden, wohin er fliegen soll oder welche Bereiche genauer erkundet werden müssen. Dies kann bei der Positionierung von Einsatzfahrzeugen sowie Lösch- und Rettungstrupps hilfreich sein. Das „fliegende Auge" ist auch wichtig für die Dokumentation und spätere Auswertung der Einsätze.

Das Presseteam des Altmarkkreises Salzwedel
Birgit Eurich & Amanda Hasenfusz