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Gesundheitsversorgung in der westlichen Altmark

Weichen für die Zukunft stellen | Einbeziehung von Mitarbeitenden, Politik & Bevölkerung avisiert

Gardelegen/Salzwedel, 19.11.2021: Im Altmark-Klinikum wird bis zum Frühjahr 2022 ein Zielbild für die zukunftsfähige Ausrichtung der Standorte in Gardelegen und Salzwedel entwickelt. Unter Einbeziehung der Mitarbeitenden, des Kreistages sowie von weiteren Akteur*innen aus Politik, Gesundheitswesen und flankierenden Bereichen sollen die Weichen gestellt werden, um bedarfsgerechte Patientenversorgung, Qualität und Wirtschaftlichkeit nachhaltig miteinander zu
vereinbaren. Begleitet wird die strategische Offensive durch das renommierte Beratungsunternehmen BCG mit Expertise und Erfahrung in der  Gesundheitswirtschaft. Über inhaltliche Ansatzpunkte und weitere Schritte informierten Landrat Michael Ziche, die SAH-Geschäftsführer Hans-Joachim Fietz-Mahlow und Jürgen Richter sowie Dr. Michael Schoof als Medizinischer Geschäftsführer des Altmark-Klinikums am Freitag (19. November 2021).

Die Zielbild-Entwicklung unter dem Leitmotiv „Wir für unsere Region“ ist eingebettet in den strategischen Gesamtprozess der Salus Altmark Holding. Anknüpfend an bereits vollzogene Neuerungen, geht es um die aktive Gestaltung des Wandels in der regionalen Gesundheitsversorgung. Getrieben wird der Veränderungsbedarf u.a. durch anhaltende Fortschritte in der Medizin, steigende Qualitätsanforderungen, Bevölkerungsentwicklung, Digitalisierungspotenziale, Fachkräftegewinnung und wirtschaftliche Herausforderungen.

„An diesen Themen kommen wir nicht vorbei und müssen handeln“, erklärt Landrat Michael Ziche, der die Gesellschafterrechte der Altmark-Klinikum gGmbH an der Salus Altmark Holding gGmbH wahrnimmt. „Um in unserem Flächenlandkreis auch künftig eine verlässliche Grundversorgung für alle Generationen gewährleisten zu können, sind ein verstärktes Miteinander der Standorte des Altmark-Klinikums sowie der weitere Ausbau von Kooperationen fachlich sinnvoll und wirtschaftlich notwendig.“ Gardelegen und Salzwedel als zentrale Knotenpunkte und Impulsgeber für die medizinische, pflegerische, fachtherapeuthische und psychosoziale Versorgung stehen nach den Worten von Landrat Ziche nicht zur Debatte: „Anders als etwa in überversorgten Ballungsräumen mit hoher Krankenhausdichte sind die Gesundheitszentren bei uns in der Region für die Bevölkerung unverzichtbar.“ Bei der weiteren Entwicklung müsse jedoch stärker in Richtung Versorgungsnetzwerk statt in Bettenzahlen gedacht werden. „Das strategische Zielbild wird dafür Kompass und Richtschnur sein,“ so Ziche, der auf eine breite Einbeziehung des Kreistages setzt. Zum Auftakt fand am 17. November 2021 ein Workshop mit den Mitgliedern des Sozialausschusses des Kreistages statt.

Dr. Michael Schoof, Medizinischer Geschäftsführer des Altmark-Klinikums, verweist darauf, dass immer mehr Erkrankungen ambulant behandelt werden können. Bei vielen anderen Leiden mit zuvor hohem stationären Behandlungsbedarf verkürze sich die Verweildauer, während die fachkundige Betreuung vor und nach einem Krankenhausaufenthalt an Stellenwert gewinne. „Diese Entwicklungen folgen den Fortschritten in der Medizin und sind erfreulich. Sie erfordern jedoch auch Anpassungen in unserem Leistungsspektrum und eine stärkere Vernetzung mit anderen. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau ambulanter Angebote im Schulterschluss mit den niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen, eigene Schwerpunkt-Bildungen sowie verstärkte Kooperationen mit hochspezialisierten Zentren“, zeigt er u.a. Themen auf, wie sie mit der akutneurologischen Behandlungseinheit Gardelegen in Vernetzung mit dem Salus-Fachklinikum Uchtspringe und dem telemedizinischen Netzwerk ANNOTeM der Charité, mit der Stärkung der kardiologischen Expertise in Salzwedel durch das neue Herzkatheterlabor sowie mit der Etablierung eines Zentrums für Altersmedizin bereits erfolgreich bearbeitet werden.

Wie Hans-Joachim Fietz-Mahlow, Geschäftsführer der Salus Altmark Holding gGmbH, hervorhebt, soll mit dem Zielbild für das Altmark-Klinikum eine Planung für innovative und zugleich realistische Projekte entstehen. „Dabei geht es um neue Modelle der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, die zur Überwindung räumlicher Distanzen beitragen und auch den Zugang zum spitzenmedizinischen Know How sichern. Das regionale Gesundheitszentrum der Zukunft wird noch weitaus stärker als heute mit großen Partnerkrankhäusern vernetzt sein“, nennt Fietz-Mahlow mögliche Entwicklungsperspektiven, die durch angebahnte Kooperationen des Altmark-Klinikums mit dem Universitätsklinikum Magdeburg und dem Klinikum Magdeburg bereits auf einem guten Weg sind. „Wir werden insbesondere in puncto telemedizinischer Vernetzung, ärztlicher Aus- und Weiterbildung, Personalaustausch und Fachkräftebindung verstärkt an einem Strang ziehen.“

„Mit der Strategie-Offensive werden wir große Zukunftsfragen passgenau für die Versorgungsregion westliche Altmark beantworten“, zeigt sich Jürgen Richter zuversichtlich. Er ist im September 2021 als Geschäftsführer in die Salus Altmark Holding eingestiegen und nimmt die Funktion mit Hans-Joachim Fietz-Mahlow gemeinsam wahr, bevor dieser im kommenden Jahr in den Ruhestand geht. „Im Diskurs mit unseren Mitarbeitenden und den beteiligten Akteuren in der Region wollen wir eine klare und transparente Orientierung für die Entwicklung in den nächsten Jahren erarbeiten.“ Es gehe um die innovative Bewältigung von Herausforderungen, vor denen bundesweit viele kleinere Krankenhäuser im ländlichen Raum stehen. Die Zeit dafür ist nach Einschätzung von Jürgen Richter trotz anhaltender Corona-Pandemie günstig: „Die Situation der Krankenhäuser in Deutschland war noch nie so angespannt wie heute. Das Altmark-Klinikum macht da gegenüber anderen Einrichtungen keinen Unterschied. Zugleich sind die Kliniken wieder stärker in den Fokus gesellschaftlicher Debatten gerückt. Dabei ist auch deutlich geworden, dass gerade im ländlichen Raum mehr Gestaltungsfreiräume für bedarfsgerechte regionale Versorgungslösungen notwendig sind. Diesen Rückenwind sollten wir nutzen und ganz klar definieren, wohin wir im Sinne einer bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung wollen.“


Hier die Pressemitteilung in PDF.


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