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Die Betrachtung des Richtigen im Falschen

Peter Berg über sein Stipendiumsprojekt „Schrimpf“

Altmarkkreis Salzwedel, 10.07.2024: „Schrimpf“, so heißt der Arbeitstitel und auch der Hauptcharakter der Kurzerzählungen, mit denen sich Peter Berg im Künstler- und Stipendiatenhaus des Altmarkkreises Salzwedel bis Ende September auseinandersetzen möchte.  

„Obwohl ich bereits seit einiger Zeit an diesem Projekt arbeite und regelmäßig auch Neuentstandenes vor Publikum lese, existieren einige der angedachten Texte bisher nur als unvollendete Skizzen, andere als Konzept auf losen Blättern, wieder andere, vielleicht die wichtigsten, bloß als Ideen, denen es bisher noch an Zeit und richtigen Worten fehlte.“, erläuterte Peter Berg bei der gestrigen Gesprächsrunde mit der Presse. Genau diese Zeit und Ruhe für die angedachten 20 bis 24 Texte mit einem Umfang von ca. 1.000 Worten, hofft er nun in Salzwedel zu finden.
Peter Berg betonte im Gespräch, dass nicht die Orte sondern immer die Menschen, vornehmlich die Mürrischen, als Inspiration für seine Werke dienen. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er, dass er in seiner ersten Woche in Salzwedel noch niemanden getroffen hat, der dieses Kriterium erfüllte. Ganz im Gegenteil: Die Menschen hier in Salzwedel haben ihn bisher ausnahmslos freundlich und offen empfangen.

Durch die geplante Sammlung satirischer Kurzerzählungen rund um die Hauptfigur „Schrimpf“ führt ein wenig distanzierter, auktorialer Erzähler, der immer wieder die Schwächen und Fehler seiner Hauptfigur aufdeckt.
Jeder Text widmet sich einer anderen Thematik. Insgesamt jedoch wird eine Welt beschrieben, in der Neues nicht durch die Suche nach der Vergangenheit entsteht, sondern vor allem durch Fehler. Durch diese Fehler kann Schrimp Sympathien und Freunde gewinnen, da er, wenn auch nicht immer korrekt, absolut menschlich reagiert.
„Es ist die Betrachtung des Richtigen im Falschen, einer Person im Zugzwang, die trotz aller Unvollkommenheiten und selbstverschuldeter Notlagen nicht seine Selbstlosigkeit und sein Mitgefühl verliert.“, beschreibt Peter Berg seine Idee.

Im Rahmen des Künstlercafés der Kreisvolkshochschule am 19.09.2024 wird Peter Berg kleine Ausschnitte aus seinen Werken der Öffentlichkeit präsentieren. Zu diesem Termin wird vorab noch einmal gesondert informiert.

Mehr zu Peter Berg
Der 1970 in Rostock geborene Peter Berg verbrachte seine Kindheit und Jugend in Berlin. An der MLU Halle-Wittenberg studierte er ab 2006 Germanistische Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Geschichte und schloss dieses Studium mit einem Magister ab. Er lebt seit 2009 als freier Autor in Halle. Seit 2011 ist er Mitglied im Hallischen Dichterkreis, seit 2015 Mitglied im Förderkreis der Schriftsteller Sachsen-Anhalt sowie seit 2017 Mitglied im Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt. Peter Berg ist außerdem Gründungsmitglied des Kulturwerks deutscher Schriftsteller Sachsen-Anhalt e.V..
Zusammen mit Christian Kreis, welcher  bereits 2023 ein Aufenthaltsstipendium im Künstler- und Stipendiatenhaus erhalten hatte, und Andreas Mikolajczyk veranstaltet Peter Berg seit 2013 die Lesebühne „Kreis mit Berg“ in Halle.
Nach mehreren Landesstipendien und Veröffentlichungen in verschiedenen Literaturzeitschriften erschien Ende 2019 sein erstes Buch „Letzter Mann“.
Mehr zu Peter Berg und seinen Veröffentlichungen finden Sie hier: https://www.banjolyrikundgeschichten.de/peter.html

Zum Stipendiatenhaus
Im historischen Stadtkern der Hansestadt Salzwedel unterhält der Altmarkkreis Salzwedel ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus als Künstler- und Stipendiatenhaus mit internationaler Ausrichtung. Die Einrichtung lebt von der Partnerschaft zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und dem Altmarkkreis Salzwedel. Das Land Sachsen-Anhalt vergibt Stipendien für Künstlerinnen und Künstler, welche dann in Salzwedel für drei Monate wohnen und auf einer sicheren finanziellen Grundlage künstlerisch tätig sein können. In einer idyllischen und ruhigen Umgebung finden Kunstschaffende im Künstler- und Stipendiatenhaus ideale Arbeits- und Wohnbedingungen vor.

>> Hier die Pressemitteilung in PDF.