Spezialeinheit für CBRNe-Einsätze des IBK Heyrothsberge unterstützte im Altmarkkreis
Altmarkkreis Salzwedel, 05.03.2026: Landrat Steve Kanitz spricht seinen aufrichtigen Dank an das Mobile Brandschutztechnische Labor (MOBLAB) des Instituts für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) Heyrothsberge für die herausragende technische Unterstützung und die schnelle Einsatzbereitschaft bezüglich des Quecksilberfundes in Cheine aus.
Am 03.03.2026 wurde im Zuge der Ermittlung von Schadstoffbelastungen im Wohnbereich der Anwohnerinnen und Anwohner des Molochsberg in Cheine ein Spezialfahrzeug des Landes Sachsen Anhalt eingesetzt.
Das mobile brandschutztechnische Labor fungiert als Spezialeinheit und kann bei chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren (CBRN) eingesetzt werden.
„In einer Situation, in der schnelles Handeln gefragt war, haben die Experten des MOBLABs nach Alarmierung innerhalb kürzester Zeit reagiert und uns bei der Identifizierung und Beurteilung der Gefahrensituation unterstützt.“, so Landrat Kanitz. „Ihre Fachkenntnis und die moderne Messtechnik waren entscheidend, um den Bürgerinnen und Bürgern schnell Gewissheit zu verschaffen, dass es in ihren Wohnbereichen zu keiner Kontamination durch Quecksilber gekommen ist.“
Die Besatzung des MOBLAB besteht aus drei speziell qualifizierten Fachkräften des IBK Heyrothsberge (Einheitsführer, Operator, Messhelfer). Mit der mitgeführten Spezialmesstechnik können Gefahrstoffe identifiziert werden, die mit den im CBRN-Erkundungswagen bzw. im ABC-Erkundungs- Kraftwagen vorhandenen Mitteln nicht bestimmbar sind.
Das MOBLAB verfügt über ein vollständig klimatisiertes Chemielabor mit leistungsfähigem Laborabzug sowie umfangreicher, mobiler Messtechnik.
Auf Basis der Messergebnisse und der Recherchen in Gefahrstoffdatenbanken werden vor Ort situationsabhängige Einsatzmaßnahmen zur fachlichen Beratung der Einsatzleitung abgeleitet.
Das MOBLAB kann innerhalb Sachsen-Anhalts rund um die Uhr durch die örtliche zuständige Leitstelle über die Leitstelle Magdeburg alarmiert werden.
Diese Alarmierung erfolgte am 03.03.2026 gegen 14:15 Uhr durch den Altmarkkreis Salzwedel. Vorab wurden in einer Videokonferenz mit dem IBK die entsprechenden Details zum Einsatz besprochen.
Der Einsatz vor Ort erfolgte mit Unterstützung von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Salzwedel.
Die ermittelten Messwerte zeigten, dass im Innenbereich der Wohnhäuser keine konkrete Gefährdung vorgelegen hat. Das wurde den Bürgerinnen und Bürgern anschließend mitgeteilt.
„In diesem Zusammenhang bedankte ich mich noch einmal für den schnellen, unkomplizierten Einsatz des Sonderfahrzeuges mit seiner Besatzung und speziell bei dem Leiter der Abteilung 3-Forschung, Herrn Dr. Michael Neske.“, betont Landrat Kanitz abschließend.
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