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Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest

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Kreis schult Revierleiter zum Thema Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest

Altmarkkreis Salzwedel, 28.02.2019: „Im Grunde ist es nicht mehr die Frage, ob die Afrikanische Schweinepest kommt oder nicht. Unsere Frage muss lauten, wann kommt sie und sind wir gut vorbereitet“, sagte Landrat Michael Ziche gestern bei einer umfassenden Schulung der Revierleiter der einzelnen Forstämter des Altmarkkreises Salzwedel, die der Landrat eröffnete. Vortragende der Schulung waren neben Mitarbeitern des Kreis-Ordnungsamtes (Untere Jagdbehörde) und des Kreis-Veterinäramtes auch Referenten aus dem Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt.

Die Revierleiter wurden über das Auftreten und die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) umfassend informiert, aber auch über labordiagnostische Aspekte und Hygieneregeln im Umgang mit Schwarzwild. „Um im Ernstfall bestmöglich reagieren zu können ist eine Zusammenarbeit von Ämtern, Behörden und Institutionen über die Kreisverwaltungen hinaus unbedingt notwendig“, so der Landrat.

Im Seuchenfall stellen Überreste von verendeten und infizierten Wildschweinen eine gefährliche Ansteckungsquelle für andere Wildschweine dar. Daher kommt dem Auffinden und Bergen von Schwarzwildkadavern eine sehr große Bedeutung zu, um die weitere Ausbreitung der ASP zu unterbrechen. Für die Fallwildsuche ist die Einbindung der ortsansässigen Fachleute, insbesondere der Revierförster, unbedingt erforderlich. Nur sie verfügen über die nötigen Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten.  

Geschult wurde u. a. die Teilnahme am Schweinepestmonitoring bei Schwarzwild (Schweißproben), revierübergreifende Bewegungsjagden ohne Gewichts-, Alters- oder Geschlechtsbeschränkungen, der richtige Umgang mit tot aufgefundenen Wildschweinen sowie die Nutzung der „Tierfund-Kataster-App“. Die Erarbeitung und Abstimmung weiterer präventiver Maßnahmen zur Reduzierung des Seuchenrisikos im Kreis war der Anspruch, den Schulung hatte.

Voraussetzungen für eine wirksame Bekämpfung sind die frühzeitige Erkennung eines Seucheneintrags bei Wildschweinen und eine risikominimierende Reduzierung der Bestände, um eine Absenkung des Infektionsrisikos sowie eine Erregerverbreitung durch Tierkontakte zu erreichen. Nicht zuletzt aus diesen Gründen übernimmt der Altmarkkreis Salzwedel bereits seit mehr als einem Jahr die Kosten für die Trichinenschau bei erlegten Wildschweinen.

Mit dem Nachweis der ASP bei Wildschweinen in Polen und der Tschechischen Republik sowie der Einschleppung der genannten Seuche 2018 in Belgien, ist das Risiko eines Eintrags der ASP deutlich gestiegen. Die bisher bekannten Ausbrüche zeigen, dass diese Krankheit vor allem durch menschliches Fehlverhalten über größere Distanzen verschleppt wird, beispielsweise durch eine unsachgemäße Entsorgung von Speiseresten, die von infizierten Schweinen stammen. Durch Wanderung infizierter Wildschweine wird die ASP dagegen nur verhältnismäßig langsam verbreitet. Ebenso wird das Risiko eines Seucheneintrags durch legalen Handel mit Hausschweinen oder von Schweinen stammenden Lebensmitteln als gering eingeschätzt.

Die Vorbereitung auf ein Seuchengeschehen in der Wildschweinpopulation im Altmarkkreis Salzwedel ist daher von außerordentlicher Wichtigkeit. Trotzdem gilt: Die beste Idee kann nicht ohne ein Engagement umgesetzt werden.

Mit herzlichen Grüßen!

Das Presseteam des Altmarkkreises Salzwedel
Birgit Eurich & Amanda Hasenfusz
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