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Beatmungsgeräte und Monitore für das Altmark-Klinikum

Land Sachsen-Anhalt unterstützt die Intensivstationen in Gardelegen und Salzwedel mit lebenswichtigem Technikinventar

Gardelegen/Salzwedel. Um während der Corona-Pandemie die Kapazitäten der intensivmedizinischen Betreuung und der Beatmung von Patienten aufzustocken, hat das Land Sachsen-Anhalt entsprechende Gerätebestellt und an Kliniken ausgegeben. Die Krankenhäuser der Salus Altmark Holding in Gardelegen und Salzwedel erhielten vor wenigen Tagen jeweils zwei Beatmungsgeräte und Intensivmonitore zur Patientenüberwachung auf den intensivmedizinischen Stationen.

Das Krankenhaus am Standort Gardelegen hat mit Beginn der COVID 19-Pandemie die komplette regionale Versorgung der COVID 19-Patienten übernommen. „Das führt zu einer erheblichen zusätzlichen Belastung der personellen und materielle Ressourcen des Klinikums“, erklärt der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Kay Wehde. Dank der neuen Technik verfügt die Intensivstation dort nun überzusätzliche moderne Beatmungsgeräte. „Mit diesen sind neben einer invasiven Beatmung auch nichtinvasive Beatmungsverfahren über Maske und auch eine High-Flow-Sauerstofftherapie möglich, die bei COVID 19-Patienten mit Atemversagen eine zusätzliche Therapieoptionbieten“, so der Chefarzt.

„Das ist wirklich eine willkommene Erleichterung auf der Geräteseite“, sagt Dr. med. Peer Lutz, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Intensivmedizin im Krankenhaus Salzwedel. „Obwohl wir hier keine COVID-19-Patienten behandeln, ist der Bedarf an Beatmungsplätzen doch enorm gestiegen“, fügt er an. So seien beispielsweise Intensiv-Patienten aus dem Krankenhaus Gardelegen nach Salzwedel verlegt worden. „Dadurch sind wir hier an die Grenzen unserer Beatmungskapazitäten gekommen“, wenn es beispielsweise mehr Patienten gab, die eine invasive Beatmung (Atmungsunterstützung mit Intubation, also Einführung eines Beatmungsschlauches in die Luftröhre) brauchten, als entsprechende Geräte zur Verfügung standen. Jetzt verfügt die Salzwedeler Klinik über sechs Geräte für invasive Beatmungen, drei Geräte für nicht invasive Beatmungen (Atmungsunterstützung ohne Intubation) und die neuen Geräte, die für beide  Beatmungsvarianten geeignet sind.

Die Geräte alleine sind jedoch nicht die Lösung des Problems. „Man braucht auch Fachpflegekräfte, die die Intensivpatienten versorgen und die Geräte bedienen können. Das ist die größte Engstelle“, macht Dr. Lutz aufmerksam. Der Gardelegener Chefarzt pflichtet seinem Kollegen bei: „Die Anschaffung von Geräten ist nicht die alleinige Lösung des Problems, da gerade in den Intensivbereichen ein gravierenderMangel an Intensivpflegepersonal besteht“. So könne der Einsatz von jeweils mindestens drei Pflegekräften für Früh-, Spät- und Nachtdienst aktuell nur durch Unterstützung aus anderen Bereichen wie Anästhesiepflege und Springerpool realisiert werden. Chefarzt Wehde erklärt: „Die Behandlung der COVID 19-Patienten mit Pneumonien und Versagen anderer Organe ist sehr personalintensiv und stellt durch die ständige Arbeit in kompletter Schutzausrüstung eine enorme physische Belastung des Pflegepersonals dar. Da die Prognoseder beatmeten Intensivpatienten mit Pneumonien nicht günstig ist und eine Reihe von Patienten die Erkrankung nicht überleben, ist auch die psychische Belastung enorm, unter denen das betreuende Personal steht.“

Bis Ende Januar wurden auf der Gardelegener Intensivstation 34 COVID 19-Patienten mit Atemversagen behandelt und größtenteils auch beatmet. Einige Patientenmussten wegen der Schwere der Erkrankung zur weiteren Therapie in ein Krankenhaus der Maximalversorgung verlegt werden. 17 Intensivpatienten sind in Folge der COVID 19-Infektion verstorben.
Die Ärzte und Pflegefachkräfte der Intensivstationen beider Krankenhäuser wurden vor der Inbetriebnahme in die Bedienung der neuen Geräte eingewiesen, so wie es das Medizintechnikgesetz vorschreibt. Diese medizintechnische Einweisung übernahm Marius Unger, Vertriebsingenieur und Medizinprodukteberater der Herstellerfirma Dräger. Unter strengen Hygienevorschriften schulte er in beiden Kliniken das Personal.

Das Fazit der Chefärzte: „Die Geräte sind sehr gut zu bedienen. Die Bezeichnungen und Tastenbelegungen sind identisch mit denen der bereits vorhandenen Geräte und somit von uns problemlos nutzbar, da die Zusammenarbeit mit der Herstellerfirma Dräger schon seit vielen Jahren besteht und sich sehr bewährt hat.“

BU:  Die Ärzte und Pflegefachkräfte der Intensivstationen wurden gruppenweise von Marius Unger in die Handhabung der neuen Geräte eingewiesen. Foto: Altmark-Klinikum
Hier gerne die Pressemitteilung als Download.
Text & Bild_(c)_AMK


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