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An der Grenze erschossen

Danneil-Museum öffnet mit neuer Sonderausstellung

3. Februar bis 31. März 2020 | An der Grenze erschossen
Die Ausstellung „An der Grenze erschossen. Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes auf dem Gebiet der heutigen Ländergrenze Sachsen-Anhalt/ Niedersachsen“ informiert über das Grenzregime an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und listet erstmalig alle bekannten Todesfälle mit sachsen-anhaltischem Bezug auf. 68 Frauen und Männer wurden von 1949 bis 1989 an der 342 Kilometer langen Grenze des heutigen Landes Sachsen-Anhalt zu Niedersachsen getötet. Zusätzlich kamen in diesem Gebiet sieben Männer in Ausübung ihres Grenzdienstes ums Leben. 31 Bürger aus Städten des heutigen Landes Sachsen-Anhalt wurden an der Berliner Mauer und am „Eisernen Vorhang“ in anderen europäischen Staaten getötet.

Begleitveranstaltungen:

  • Mittwoch | 19.02.2020 | anerkannte Lehrerfortbildung | 15.00-16.30 Uhr
  • Museum Aktiv | Einführung in die aktuelle Sonderausstellung „An der Grenze erschossen“

(Anmeldungen bitte per E-Mail: info@danneil-museum.de)

Vortrag "An der Grenze erschossen" | Mittwoch | 04.03.2020 | 17 Uhr
Saal der Musikschule des Altmarkreises Salzwedel | anschließend Besuch der Ausstellung im Danneil-Museum | Eintritt frei

Die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker, berichtet über die Hintergründe der Ausstellung im Danneil-Museum, die sich den Todesopfern des DDR-Grenzregimes auf dem Gebiet der heutigen Ländergrenze Sachsen-Anhalt/ Niedersachsen widmet. Die Referentin geht in ihrem Vortrag auch in einem Schwerpunkt auf die Todesfälle im altmärkischen Abschnitt dieser Grenze ein. Die studierte Theologin Birgit Neumann-Becker ist seit 2013 Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen und seit 2017 Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Fahrradexkursion "Grenzwege" | Samstag | 28.03.2020 | 10-14 Uhr
Fahrradexkursion entlang der ehemaligen Grenze von Salzwedel nach Jahrsau mit Ulrich Kalmbach vom Danneil-Museum.
Treffpunkt: Brunnenanlage am Bahnhof Salzwedel

Die Exkursion führt von Salzwedel zum Denkmal für den bei Blütlingen durch eine Selbstschussanlage tödlich verletzten Hans Franck, bis hin zum Grenzturm bei Hoyersburg sowie zur Wüstung Jahrsau. Es werden Einblicke in das Grenzregime und die lokalen Gegebenheiten nördlich von Salzwedel gegeben. In der ehemaligen Führungsstelle zwischen Hoyersburg und Lübbow zeigt ein Modell der Grenztruppen der DDR den Grenzabschnitt mit Siedlungen und Befestigungsanlagen. Abschließend werden die Überreste des Dorfes Jahrsau besucht, das im Rahmen des DDR-Grenzregimes geschleift wurde.

Weitere Informationen zum Danneil-Museum (Programm, Öffnungszeiten und Anfahrt) finden Sie hier!


Gedenkstätte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Hoyersburg.
Anhang:
Text/Foto (c) Danneil-Museum Salzwedel und Gedenkstätte Hoyersburg


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