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A39 - Finanzierung von Abschnitt 7 sicherstellen!

Auch der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal fordern den Bund auf, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen

Altmarkkreis Salzwedel, 05.08.2026: Auch der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal fordern den Bund auf, jetzt die finanziellen Voraussetzungen für den Bau des 7. Bauabschnitts der A39 zu schaffen. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht Anfang Juli die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt nördlich von Wolfsburg abgewiesen hat, gibt es keine rechtlichen Hürden mehr. Nun müsse der Bund zügig die erforderlichen Haushaltsmittel bereitstellen und die Baufreigabe erteilen.

„Wir im Altmarkkreis fordern den Weiterbau der A39. Er wurde uns mit der Entscheidung zur Trassenführung der A14 mit der Spange B190n zur A39, der sogenannten H-Variante, zugesagt. Jetzt, wo es keine rechtlichen Hürden mehr gibt, müssen auch zügig die finanziellen Mittel vom Bund bereitgestellt werden. Die Wirtschaft im Altmarkkreis setzt auf dieses wichtige Infrastrukturprojekt. Zu lange warten wir in der westlichen Altmark bereits darauf.“, macht Steve Kanitz, Landrat des Altmarkkreises Salzwedel deutlich.

Der Landrat des Landkreises Stendal, Patrick Puhlmann, ergänzt: „Das norddeutsche Autobahnnetz hat für die Altmark zwei entscheidende Abschnitte: die A14, welche nach und nach die Lücken zwischen Magdeburg und Wittenberge schließt, und die Fortsetzung der A39 nach Norden. Nach Jahrzehnten der Planfeststellung fordern wir, dass nun auch schnellstmöglich gebaut wird. Das hat für die gesamte Altmark eine hohe Bedeutung.“

Mit dieser Forderung stehen der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal nicht allein. Gemeinsam mit den Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Uelzen, Celle, Gifhorn, Harburg, Helmstedt, Lüneburg, Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und Prignitz haben sich der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gewandt. Federführend koordiniert wurde die Initiative von Landrat Dr. Heiko Blume aus dem Landkreis Uelzen.

Die Unterzeichner fordern den Bund auf, die notwendigen Mittel für den Bau des 7. Bauabschnitts der A39 entweder im Bundeshaushalt oder über die Autobahn GmbH bereitzustellen. Nur so könne das nun bestehende Baurecht zeitnah genutzt und mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Für den Altmarkkreis Salzwedel und den Landkreis Stendal ist der Weiterbau der A39 eng mit der Entwicklung der A14 und der Querspange B190n verbunden. Die Verkehrsinfrastruktur ist ein wesentlicher Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung der Altmark und für eine bessere Anbindung der Region an die überregionalen Verkehrsachsen.

Auch die weiteren beteiligten Kommunen und Landkreise unterstreichen in ihrem gemeinsamen Schreiben die bundesweite Bedeutung des Projekts: „Der Lückenschluss der A39 ist für die Wirtschaft und die Menschen in Ostniedersachsen von entscheidender Bedeutung. Das gilt im Verbund mit der A14 und der verbindenden Querspange B190n auch für die hier vertretenen Landkreise aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die Maßnahmen sind für die künftige Entwicklung der strukturschwachen Teile der Region ebenso von herausragender Bedeutung wie für die Entwicklung des größten niedersächsischen Industrieraumes Wolfsburg-Braunschweig-Salzgitter und die Hafenhinterlandanbindung der Freien und Hansestadt Hamburg. Es handelt sich um eine gesamtdeutsche Aufgabe!“

Landrat Dr. Heiko Blume betont stellvertretend für die unterzeichnenden Städte und Landkreise, die insgesamt rund 2,2 Millionen Menschen vertreten: „Nach Jahrzehnten des Planens muss der Bund nun entschlossen handeln und das geschaffene Baurecht schnellstmöglich nutzen, sprich ins Bauen kommen. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Handlungsfähigkeit des Staates hängt maßgeblich von einer konsequenten und zügigen Umsetzung zentraler Infrastrukturprojekte ab.“ Zugleich hebt er den breiten Schulterschluss über vier Bundesländer als starkes Signal an den Bund hervor.

Anlage: Karte der die Forderung tragenden kreisfreien Städte und Landkreise

>> Hier die Pressemitteilung in PDF