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Puhlmann: „Modell ist bisher gar nicht betrachtet worden“

Grafik zur Verteilung der Rettungshubschrauber nach Vorschlag der altmärkischen Landkreise und die daraus resultierende Abdeckung Sachsen-Anhalts (c) Landkreis StendalStellungnahme zur Berichterstattung der Volksstimme zum Rettungshubschrauber

Altmark, 20.02.2026: Die Volksstimme hat in ihrer Ausgabe am 20. Februar 2026 im Artikel „Altmärker beharren auf Rettungshubschrauber“ basierend auf einer Pressemitteilung beider altmärkischen Landkreise Salzwedel und Stendal vom 19. Februar 2026 berichtet. Da die Informationen nicht transparent wiedergeben sind, beziehen die beiden Landräte Steve Kanitz und Patrick Puhlmann erneut Stellung.

Im Artikel ist die Rede davon, dass das Gutachten aussagte, dass eine „Verlegung des Magdeburger Helikopters nach Haldensleben“ den Bedarf im Norden abdecke. Weiterhin heißt es: „Gegen eine Stationierung in Stendal hatte aus Sicht der Gutachter gesprochen, dass damit Teile des Harzes aus der Versorgung fallen würden.“ In dieser Betrachtung sind beide Modelle, welche das Gutachten vorschlägt, vermischt. „Das Gutachten betrachtet nur, den Hubschrauber aus Magdeburg zu verlegen“, macht Kanitz deutlich. „Dazu heißt es in unserer Pressemitteilung beider Altmarkkreise bereits: ‚Beide Modelle weisen in der Gesamtbetrachtung des Landes aber Defizite auf. Denn zwar bliebe der Süden um Halle weiterhin um das bis zu fünffache oder sogar mehr abgedeckt, der Harz (bei Station Stendal) oder der nördlichste Teil der Altmark (bei Station Haldensleben) blieben nicht durch einen Hubschrauber in den vorgeschriebenen Zeiten von 15 oder maximal 20 Minuten zu erreichen‘“, so der Landrat des Altmarkkreises Salzwedel.

„Diese zwei Modelle in dem Gutachten betrachten keine gleichmäßige Verteilung der Rettungshubschrauber im Land“, ergänzt Puhlmann. „Genau das sollte aber betrachtet werden. Unser Vorschlag lautet daher, einen Rettungshubschrauber im Süden (Halle), einen in der Mitte (Magdeburg) und einen im Norden (Stendal) zu platzieren. Die Grafik zeigt deutlich, dass nur mit diesem Modell eine gleichmäßige Verteilung möglich ist. Doch dieses Modell ist bisher gar nicht betrachtet worden, was wir hiermit fordern“, wird der Landrat des Landkreises Stendal deutlich.

Ebenso heißt es in dem Artikel seitens der AOK: „Das Landesgutachten zur notärztlichen Versorgung hat ergeben, dass die Luftrettung für die Altmark optimal organisiert ist.“ Die Luftrettung sei länderübergreifend organisiert und die Altmark mit vier Hubschraubern versorgt. „Das ist so nicht richtig, denn die Rettungshubschrauber aus den umliegenden Ländern, etwa Brandenburg (Perleberg) stehen nur zur Verfügung, wenn sie in ihrem eigenen Einsatzgebiet nicht gebraucht werden“, so Puhlmann weiter. „Unabhängig davon deckt der Perleberger Rettungshubschrauber nicht das Defizit an Notarztversorgung in der Altmark ab“, ergänzt Kanitz.

Beide Landräte machen deutlich: „Mit einer Verlegung nach Stendal von einem der zwei Rettungshubschrauber, die derzeit in Halle stationiert sind, würde für weite Teile der Altmark eine Zweifachabdeckung erst einmal hergestellt – aber eben nur mit Hilfe aus anderen Ländern. Dabei gibt es im Süden Sachsen-Anhalts schon jetzt eine bis zu fünffache Abdeckung. Das Ziel muss es aber sein, dass ganze Land gleichmäßig abzudecken. Dies ist nur möglich, wenn auch im Norden, in der Mitte und im Süden je ein Rettungshubschrauber stationiert sind.“

Text: Landkreis Stendal

>> Hier die Pressemitteilung in PDF.