Kalbe im Pottkuchen

Umwelt

Fertigstellung Fischaufstiegsanlage bei Mehrin

Die Stauanlage im Einmündungsbereich der Unteren Milde in die Milde bei Mehrin dient insbesondere der Sicherung der Wasserstände im Gewässer zur Stützung des Landschaftswasserhaushaltes bei gleichzeitiger Erhaltung der ökologischen Durchgängigkeit. Ziel der Anlage ist es, eine funktionierende Wasserrückhaltung in den Sommermonaten und eine Sicherung der Wasserabführung in den Wintermonaten v.a. für die angrenzende Landbewirtschaftung zu gewährleisten.

Die Erneuerung der Stauanlage war erforderlich, da die alte Anlage marode und zum Teil in ihrer wasserwirtschaftlichen Funktion eingeschränkt war.

Alte Stauanlage bei Mehrin, Foto: UWB (Gansler)

Die Neugestaltung der Anlage erfolgte entsprechend der Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. So wurde nicht nur die Stauanlage neu errichtet, sondern direkt daran angebunden auch eine Fischaufstiegsanlage gebaut und damit eine Verbesserung der bisherigen Situation erreicht. Die Fischaufstiegsanlage soll es insbesondere wandernden Fischarten und kleinen, am Boden lebenden Tieren (sog. Makrozoobenthos) ermöglichen bzw. im Gegensatz zur alten Anlage deutlich vereinfachen, dieses Hindernis im Gewässer zu passieren.

Die letztendliche Gestaltung und Bemessung der Fischaufstiegsanlage ist das Ergebnis eines umfänglichen Diskussions- und Abstimmungsprozesses zwischen den verschiedenen beteiligten Akteuren und behördlichen Interessenvertretern, da derartige Anlagen in der Praxis im Altmarkkreis Salzwedel bislang noch nicht umgesetzt werden konnten.

Beim Probebetrieb am 13.06.2013 wurde festgestellt, dass die Stauanlage ohne Beeinträchtigungen funktioniert. Die Funktionsweise der Stauanlage und der Fischaufstiegsanlage wird nach Fertigstellung und Inbetriebnahme für einen Zeitraum von drei Jahren dokumentiert. Dabei werden u.a. Wasserstände gemessen, Durchflussmessungen durchgeführt und die Anlage auf ihren Gesamtzustand überprüft. Die Funktionsfähigkeit der Fischaufstiegsanlage in Bezug auf die ökologische Durchgängigkeit wird in einem dreijährigen biologischen Monitoring (Befischungen, Makrozoobenthosbeprobungen) untersucht werden.

Die Ergebnisse des Monitorings können dann in den Planungsprozess für weitere Fischaufstiegsanlagen in der Altmark integriert werden, um derartige Anlagen optimieren zu können.

Neue Stauanlage mit Fischaufstiegsanlage, Foto: UWB (Gansler)

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