Umwelt

PM: vom 31.05.2012 Schutz von Gebäudebrütern

Pressemitteilung vom 31.05.2012

Oft unbemerkt leben unter unseren Dächern eine Vielzahl von Vogel- und Fledermausarten. Ob bei kleineren Reparaturen, großflächigen Sanierungen am gesamten Gebäude oder bei Abrissmaßnahmen, überall dort haben unsere tierischen Nachbarn wie u.a. die Mauersegler, Mehlschwalben, Turmfalken und Fledermäuse oft das Nachsehen, da sie bei diesen Arbeiten meist ihre Brut- bzw. Lebensstätten verlieren.

Junger Turmfalke        Junge Schleiereulen

 

 

 

 

 

 

Nicht alle Bauherren wissen, dass die heimischen Wildvogel- und Fledermausarten einen gesetzlichen Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz genießen.
Aus diesem Grund sollte auch jeder Bauherr sein Gebäude vor Beginn von Baumaßnahmen auf vorhandene Nist- und Zufluchtsstätten untersuchen lassen.

Der Altmarkkreis Salzwedel als untere Naturschutzbehörde (UNB) möchte aus gegebenem Anlass deshalb nochmals auf den gesetzlichen Status zum Schutz dieser Tiere hinweisen.

So ist es verboten, geschützte Vogelarten (alle Vogelarten bis auf Ausnahme der verwilderten Haustaube) sowie streng geschützte Arten (z.B. Fledermäuse) zu verfolgen, zu verletzen oder zu töten. Während der Sanierungsarbeiten ist es untersagt, die Gelege mit Jungen zu beseitigen und die Brutvögel am Ein- und Ausflug zu hindern.

Bei Vorkommen von Gebäudebrütern sollten die Sanierungsarbeiten nur unter Berücksichtigung der Brutzeit bzw. des Vorkommens der Gebäude bewohnenden Vogel- oder Fledermausarten realisiert werden.

In qualitativ begründeten Ausnahmefällen kann bei der UNB eine naturschutzrechtliche Befreiung von den Verboten nach § 44 BNatSchG erteilt werden, die auch mit der Verpflichtung zur Schaffung von  Ersatzquartieren oder der Wiederherstellung des Quartiers verbunden sein kann.

Weitere Informationen zum Schutz von Gebäudebrütern erhalten die Bürger dazu beim Amt für Wasserwirtschaft und Naturschutz des Altmarkkreises Salzwedel unter der Telefonnummer 03901/840-661.

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