Historisches

Historisches zum Altmarkkreis Salzwedel

Die Altmark ist eine historische Kulturlandschaft im Norden des heutigen Sachsen-Anhalts. Sie ist Bestandteil der norddeutschen Tiefebene und wird naturräumlich durch den Elbverlauf im Osten und einen Teil des sogenannten Göhrde-Fläming-Höhenzuges im Westen begrenzt. Die östliche und die westliche Altmark sind getrennt durch die Flussniederung von Milde, Biese und Aland. Dadurch ergaben sich siedlungsgeschichtliche Unterschiede. Diese zeigten sich auch während des Mittelalters in der Zugehörigkeit der beiden Landschaftsteile zu zwei unterschiedlichen Bistümern, Verden und Halberstadt. Die Altmark war im Mittelalter Ausgangspunkt für die Eroberung der späteren  Kerngebiete Preußens östlich der Elbe. Sie wird deshalb gern als „Wiege Brandenburg-Preußens“ bezeichnet. Der Name „Altmark“ taucht zuerst im 14. Jahrhundert auf. Hansische Handelswege durchzogen die Altmark und verbanden diese mit den Handelsmetropolen Europas.
 
Auch unsere Stadt- und Landkreise sind in den letzten Jahrhunderten immer wieder
Reformen unterzogen worden.
 
In den Jahren 1792 und 1793 wurde die Altmark, die bis dahin administrativ einen Kreis darstellte, durch königliche Kabinettsorder in 4 selbständige Kreise gegliedert:
  • der Salzwedelsche Kreis,
  • der Stendalsche Kreis,
  • der Arendseesche-Seehausensche Kreis,
  • der Tangermündische-Arneburgische Kreis.
Nach dem Zusammenbruch der preußischen Armee 1806 wurde die Altmark von der
preußischen Kurmark abgetrennt und dem französisch regierten Königreich Westfalen zugeordnet. In dieser Zeit gehörte die Altmark zum  Elbdepartement. Salzwedel wurde Sitz eines westfälischen Unterpräfekten mit den Aufgaben eines Landrates. Die Amtsgeschäfte regelte die Kreisverwaltung von der Lorenzstr. 20 aus.
Auf dem Wiener Kongress 1815 wurde die Gründung der Provinz Sachsen und des Regierungsbezirkes Magdeburg im Zuge einer zweckmäßigen Neuorganisation der preußischen Staatsverwaltung beschlossen. Durch königliches Edikt vom 30.April 1815 wurde die Altmark in nachfolgende Kreise gegliedert:
  • Kreis Salzwedel,
  • Kreis Stendal,
  • Kreis Osterburg (ehem. Arendsee-Seehausen),
  • Kreis Gardelegen (ehem. Tangermünde-Arneburg, ein Teil des alten Kreises Salzwedel, das braunschweig-lüneburgische Amt Klötze und die Ämter Oebisfelde und Weferlingen)
     
Landkreis
Salzwedel
Landkreis
Gardelegen
Landkreis
Osterburg
 
Diese Verwaltungsorganisation hatte im Grundsatz bis zum Jahr 1952 Bestand.
 
Am 25.Juli 1952 beschloss der Landtag des Landes Sachsen-Anhalts eine Neugliederung der Stadt- und Landkreise. Bei dieser Verwaltungsreform wurden die Kreise Salzwedel und Gardelegen erheblich verkleinert. Die neugebildeten Kreise Klötze und Kalbe/Milde setzten sich im Wesentlichen aus den übrigen Gemeinden der beiden Altkreise Salzwedel und Gardelegen zusammen.
Der Kreis Kalbe/Milde bestand allerdings nur bis zum 31.12.1987. Mit Wirkung vom 01.01.1988 wurden die Städte und Gemeinden den Kreisen Gardelegen, Salzwedel und Stendal zugeordnet.
 
                                 

 
Mit der Kommunalwahl am 06. Mai 1990 wurden die Landkreise Salzwedel, Gardelegen und Klötze etabliert. Diese hatten den Umbau der Verwaltung der Räte der Kreise in eine demokratisch kontrollierte Kreisverwaltung zu bewältigen.
Mit Vollzug der Gebietsreform am 01. Juli 1994 wurde der Altmarkkreis Salzwedel aus den Landkreisen Gardelegen, Klötze, Salzwedel und einem Teil des Landkreises Osterburg gebildet. Die damaligen Verwaltungsgemeinschaften Oebisfelde (Landkreis Klötze) und Bismark (Landkreis Gardelegen) wurden dabei benachbarten Landkreisen zugeordnet.
 

 

 

Zum Thema

Bilder zum Thema

Wappen Altkreis Salzwedel
Wappen Altkreis Gardelegen
Wappen Altkreis Osterburg
Wappen preußische Provinz Sachsen
Wappen Altmarkkreis

Dokumente & Downloads

Landkreise vor 1994
(pdf 0,05 MB)

(http://www.altmarkkreis-salzwedel.de/Portaldata/1/Resources/as_landkreis/dokumente/gemeinden/Landkreise_vor_1994.pdf)