Gewerbliche Wirtschaft

Wirtschaftsstruktur des Altmarkkreises Salzwedel

Nach dem der Altmarkkreis Salzwedel (ehemals die Landkreise  Salzwedel, Gardelegen und Klötze) in den Jahren 1990 - 1992 erhebliche wirtschaftliche Einschnitte hinnehmen musste, kann nach nunmehr 20 Jahren eine positive, wenn auch noch nicht zufrieden stellende Entwicklung verzeichnet werden.    

AGENDA GLAS AG

 
 

Zahlreiche neue Arbeitsplätze sind im  verarbeitenden Gewerbe  einschließlich Handwerk dazu gekommen.

 

Des Weiteren haben sich die Landwirtschaft, der Tourismus und zahlreiche Unternehmen im Dienstleistungssektor als stabile Wirtschaftsfaktoren erwiesen.

 

   

 
Viele Unternehmen haben kontinuierlich investiert und pflegen ihre Wirtschaftskontakte weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus.  
In Gardelegen hat das größte produzierende Unternehmen des Landkreises mit mehr als 1000 Arbeitsplätzen seinen Firmensitz.  

Unternehmen der Chemiebranche sind beispielsweise die Carl Bechem GmbH mit dem Ceritolwerk Mieste, die Jackon Insulation GmbH in Mechau oder die Vollmar GmbH mit der Salzwedeler Kerzenfabrik.

 
C. Bechem GmbH, Ceritolwerk Mieste C. Bechem GmbH, Ceritolwerk Mieste  

Carl Bechem GmbH, Ceritolwerk Mieste

Carl Bechem gründete 1834 die erste deutsche Ölfabrik. Deshalb feierte das Unternehmen im Jahr 2009 sein 175jähriges Bestehen.  Zu diesem Anlass fand in Mieste ein internationales Symposium mit über 120 Teilnehmern und Gästen aus über 30 Ländern statt.

Am 01.11.1990 kaufte die Carl Bechem GmbH aus Hagen  das Ceritolwerk in Mieste von der Treuhandanstalt.

Deshalb feiert das Unternehmen in diesem Jahr (am 01.11.2010) sein 20jähriges Jubiläum am Standort Mieste im Altmarkkreis Salzwedel.  Der Standort Mieste hat sich über die Jahre hinweg zu einem gleichwertigen und kompetenten Partner vom Mutterunternehmen in Hagen entwickelt. Die Zusammenarbeit mit der Kommune und dem Landkreis wird als sehr gut eingeschätzt.

BECHEM verfügt in Deutschland über drei Produktionsstätten, das Hauptwerk in Hagen sowie die Betriebe in Mieste und Kierspe.

In den letzten 20 Jahren hat die Carl Bechem GmbH alle Standorte durch mehrmalige  Investitionen kontinuierlich weiter entwickelt. Die Unternehmenserweiterungen waren jeweils verbunden mit der Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze. Investiert wurden allein am Standort Mieste  ca. 11.000.000,00  €.

Dort arbeiten derzeit ca. 70 Beschäftigte und 4 Auszubildende (ChemiefacharbeiterInnen), die überwiegend übernommen werden. Im Gesamtunternehmen sind ca. 450 Mitarbeiter beschäftigt, davon 150 im Ausland. . Schritt für Schritt haben wurde das Vertriebsnetz ausgeweitet und liefert Bechem - Produkte heute in nahezu alle Länder der Welt. Dies erfolgt von den inländischen Standorten aus und über die Tochtergesellschaften in Frankreich, Indien und der Schweiz. Darüber hinaus besitzt die Firma Joint Ventures in den USA, Südafrika, Schweden und China. Trotz weltweiter Expansion werden in Deutschland die Arbeitsplätze gesichert und erweitert.

Durch ca. 800 unterschiedliche Hochleistungsschmierstoffe, die vom Standardprodukt für die gängigsten Anwendungsbereiche bis hin zum Exklusivprodukt für den einzelnen Kunden reichen, ist BECHEM als Zulieferer für Unternehmen aus allen Bereichen der Industrie, des Handels und des Gewerbes z.B. der Lebensmittelindustrie, der Automobilindustrie oder dem Baugewerbe unverzichtbar.

Das Spezialgebiet der Firma ist die Tribologie. Das Know-how in Bezug auf Reibung, Verschleiß und Schmierung berücksichtigt dabei stets die Anforderungen der Kunden nach ökonomischer und ökologischer Optimierung der technischen Prozesse. Effizienz, Langlebigkeit und Vermeidung von Standzeiten sind dabei einige der wichtigen Ziele. Öle und Fette von BECHEM sind stets so individuell, wie die Aufgaben, die sie zu erfüllen haben.

Salzwedeler Kerzenfabrik 

GLUNZ AG, Holzwerkstoffzentrum Nettgau

  • Unternehmensansiedlung und Errichtung des neuen Werkes im Altmarkkreis Salzwedel in der Gemeinde Nettgau, Grundsteinlegung im Juni 2000
  • Inbetriebnahme 2001, 1. Spanplatte lief am 15.August 2001 vom Band
  • OSB- Platte am 20.September 2001
  • Bedeutendster Standort der Glunz AG in Deutschland
  • Glunz AG gehört zur portugiesischen Sonae Industria
  • Heute (Stand 2012) gehört das Unternehmen zu den TOP 100 Sachsen-Anhalts
  • 58 Hektar Betriebsgelände
  • 7 Tage in der Woche 3-Schicht-System
  • Ca. 240 Beschäftigte im Werk selbst, 26 im Vertrieb und 68 für Logistik in der Tochterfirma Tool; etwa die Hälfte der Beschäftigten kommt aus Niedersachsen und die andere Hälfte aus Sachsen-Anhalt.
  • 1 Million Kubikmeter Holzwerkstoffe werden im Jahr produziert
  • Die Span- und OSB- Platten kommen überwiegend in der Möbelindustrie und im Hausbau zum Einsatz
  • Neben den Rohspanplatten bietet die Glunz AG seit 2011 beschichtete Spanplatten mit 150 verschiedenen Dekoren für die Möbelindustrie an
  • Die Span- und OSB- Platten werden heute zu 70 % in Deutschland, zu 11 % in Westeuropa, zu 10 % nach Skandinavien, zu 7 % nach Osteuropa und zu 2 % nach Russland verkauft.
  • 200 -220 Lkw beliefern täglich das Werk mit Rohstoffen und ca. 130 Lkw verlassen täglich das Werk mit Fertigprodukten
  • Jährlich werden ca. 620 000 Tonnen Holz und 60 000 Tonnen Leim verarbeitet

Glunz AG

Ernährungsgüterwirtschaft / Algenproduktion

Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftsentwicklung ist es auch unerlässlich neue Technologien, Produkte und Arbeitsmärkte zu entwickeln.

So wird seit einiger Zeit mit viel Engagement seitens der
Wirtschaft, der Politik und auf kommunaler Ebene am hochgesteckten Ziel gearbeitet, aus der Vielzahl der Möglichkeiten des Einsatzes von nachwachsenden Rohstoffen über neue Technologien, neue marktfähige Produkte zu entwickeln.
            
 

 

Zum Thema

Ihre Ansprechpartner

Amt für Kreisentwicklung Wirtschaftsförderung | Tourismus | Ländliche Entwicklung

Frau
Petra Triebe
03901 845-533
Petra.Triebe@Altmarkkreis-Salzwedel.de
http://www.gruenderzentrum-salzwedel.de/