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Zukünftige Landärzte besuchen Salzwedeler Krankenhaus

Altmarkkreis Salzwedel, 10.05.2017: „Nach ihrem Zeitverständnis zu urteilen, müssten Sie eigentlich alle Chirurgen werden“, lobte der Leitende Oberarzt Dr. med. Heiko Rodewohl die Überpünktlichkeit von 13 angehenden Ärzten der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Gemeinsam mit Eckhard Gnodtke, Dezernatsleiter der Stabsstelle Kultur des Altmarkkreises, begrüßte der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Sonnabend die Studenten im Rahmen des Wahlfaches „Landärztliche Medizin“ im Salzwedeler Krankenhaus der Altmark-Klinikum gGmbH.

Das Institut für Allgemeinmedizin hat diesen Besuch im Rahmen des Blockseminars bereits zum vierten Mal unter der Führung des Institutsdirektors Prof. Dr. med. Markus Herrmann und in Begleitung von Dipl.-Med. Gabi Vinzelberg, niedergelassene Ärztin in Stendal, organisiert. Die jungen Frauen und Männer haben bereits ihr Physikum in der Tasche und interessieren sich besonders für eine zukünftige Tätigkeit als niedergelassener Landarzt. Während ihres Besuches in der Altmark lernten die Kursteilnehmer viele verschiedene Praxen und Ärzte kennen. Sie informierten sich über die Vorzüge des Landlebens und die typischen Gegebenheiten. „Ich bin immer wieder erstaunt, dass Besucher ernsthaft annehmen, wir hätten hier keine Kindergärten oder Schulen“, sagte Heiko Rodewohl mit einem Augenzwinkern. „Natürlich haben wir in Salzwedel schulische Einrichtungen in kommunaler und in freier Trägerschaft. Wenn man hier lebt, muss man das Landleben lieben“, fügte er hinzu und machte in diesem Zusammenhang auf die günstigen Zugverbindungen in die größeren Städte aufmerksam: „In einer Stunde sind Sie in Berlin“.

Die Studenten erkundigten sich vor allem nach den Stipendienprogrammen des Altmark-Klinikums, den ambulanten Tätigkeiten im Fachärztlichen Zentrum, dem medizinischen Versorgungszentrum der Altmark-Klinikum gGmbH und den Möglichkeiten anschließend eine Facharztausbildung in den Krankenhäusern in Gardelegen oder in Salzwedel zu absolvieren. Besonderes Interesse zeigte die Delegation an der neu gestalteten Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Die Pädiatrie wäre auch eine gute Möglichkeit für Assistenzärzte der Allgemeinmedizin als Einsatzort“, stellte Prof. Herrmann in Aussicht.

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