Berlin „Die Altmark war gefragter denn je und hat sich in Berlin gut präsentiert“, sagt Dirk Grempler, Wirtschaftsförderer des Landkreises Stendal. Seit vielen Jahren präsentieren sich Unternehmen mit ihren Produkten und Touristiker mit ihren Angeboten auf der Grünen Woche in Berlin. Diesmal waren über 20 Aussteller aus der Region dabei. Eine gemeinsame Werbung für die Altmark gab es in dieser Form jedoch noch nicht. Der Landkreis Stendal, der Altmarkkreis Salzwedel und der Tourismusverband Altmark schlossen sich zusammen.
Die Aktion ist das erste Ergebnis des neuen Regionalmarketings, bei dem beide Altmarkkreise an einem Strang ziehen wollen. Und so war es auch fast selbstverständlich, dass die beiden Landräte Jörg Hellmuth (Stendal) und Michael Ziche (Salzwedel) die Altmarkpräsentation auf der MDR Bühne in der Sachsen-Anhalt-Halle aktiv mitgestaltet haben. Dort standen sie nicht allein, um mit den Besuchern Gedächtnisspiele zu veranstalten. Plattsprechende Schüler aus Diesdorf und Tanzgruppen aus Salzwedel waren am Dienstag ebenfalls nach Berlin gereist, um den Besuchern einen Einblick in die Traditionen der Altmark zu geben. 
Eines der bekanntesten Produkte aus der Region ist der Baumkuchen aus Salzwedel. Diesen gab es zum Erstaunen der Besucher gleich an drei Ständen. „Viele Besucher waren etwas verwirrt und ließen sich aufklären. Trotzdem war die Resonanz gut, es wurde viel gekostet und auch verkauft“, sagte Kristin Bosse von Ihr Landbäcker aus Stendal. Zum Familienunternehmen gehören auch die Salzwedeler Baumkuchenbetriebe Bosse, deren Produkte erstmals in Berlin präsentiert wurden. Zufrieden waren auch Vertreter der Salzwedeler Baumkuchen GmbH sowie der Ersten Salzwedeler Baumkuchenfabrik mit dem Zuspruch der Besucher an ihren Ständen.
Zu den Stammgästen der Grünen Woche gehört die Altmärkische Fleisch- und Wurstwaren GmbH, die in Berlin nicht nur neuartige Aufschnittware, sondern auch Hausmacherprodukte und Würstchenspezialitäten an bot. „Aus der positiven Resonanz gegenüber unseren Produkten von Verbrauchern ist ein stabiles Vertrauen gewachsen, auf das wir heute bauen können und auch im Lebensmitteleinzelhandel nutzen möchten“, sagt Geschäftsführer Jörg Viehmann.
Weitere Unternehmen wie Kelles Suppenmanufaktur, Diesdorfer Süßmost- und Weinkelterei, Konditorei Stehwien nutzten den altmärkischen Gemeinschaftsstand, um tageweise auf ihre Erzeugnisse hinzuweisen. Egal ob Altmärkische Hochzeitssuppe, Diesdorfer Obstbrand
oder Tangermünder Nährstange, die regionalen Spezialitäten waren gefragt. „Uns geht es vor allem darum unseren Bekanntheitsgrad zu steigern“, sagte Matthias Schulz von der Diesdorfer Weinkelterei.
Wichtiges Pfund auf der Grünen Woche war aber auch der Tourismus, den Mandy Hodum vom Tourismusverband Altmark weiterhin als einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region ansieht. Deshalb waren auch Vertreter der Tourismusbüros aus Gardelegen, Kalbe, Seehausen, Stendal, Salzwedel und Havelberg vor Ort, um für ihre Städte zu werben. Nachgefrat wurden jedoch auch die Themen Radtourismus und Wandern.
Nach Ansicht von Hodum und Mitstreitern hat das Pilotprojekt Grüne Woche als gemeinsame Altmark-Präsentation funktioniert. Zudem habe die Sachsen-Anhalt-Halle zu den frequentiertesten der ganzen Messe gehört. „Wenn es beide Landräte wollen, sind wir im nächsten Jahr wieder dabei“, sagt Dirk Grempler. Das würde auch Andre Rummel, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer in Salzwedel, begrüßen.
Text: Dirk Anders
Bilder: Thomas Pusch